Werner Kmetitsch

Segen der Technik

Professionell wollte Werner Kmetitsch eigentlich nie mit der Kamera arbeiten. Aber dann kam es doch so – auch weil Nikolaus Harnoncourt große Stücke auf ihn hielt

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Ein gutes Foto, sagt Werner Kmetitsch, kann jeder schießen, auch in der Oper. «Das ist mit der heutigen Technik kein Problem mehr.» Aber eine komplette Produktion zu fotografieren, Szene für Szene, stets verlässlich auf demselben hohen Niveau – das mache den Unterschied zwischen Hobby- und Profifotografen aus. Und Profi wollte Werner Kmetitsch eigentlich nie werden.

Geboren und aufgewachsen ist Kmetitsch in der Steiermark. Kurz nach der Jahrtausendwende kümmert er sich um die Computer beim Musikfestival Styriarte – als Systemadministrator.

«Mit der Kamera war ich auch damals schon unterwegs, irgendwann habe ich angefangen, auf einer Probe zu fotografieren.» Seine Bilder stoßen auf begeisterte Resonanz, er dokumentiert weitere Proben, beginnt sich zu professionalisieren. «Und dann», sagt er, «wurde ich weitergereicht.» Zu den ersten Aufträgen gehören Porträts von Nikolaus Harnoncourt: «Viele Kollegen haben mich damals gewarnt: Pass bloß auf, er hat schon einen Haufen Fotografen aus der Probe geschmissen, weil sie die Konzentration störten. Dabei sind die spannendsten Momente oft die, in denen sich das Orchester sammelt, die Sekunde, bevor der Einsatz kommt. Also genau dann, wenn ...

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Opernwelt Dezember 2017
Rubrik: Das Theaterfoto, Seite 52
von Florian Zinnecker

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