Schirmherr Monteverdi
Lugo di Romagna – 32 000 Einwohner, zwischen Bologna und Ravenna gelegen – besitzt seit 1761 ein Juwel der italienischen Opernkultur: das kleine Teatro Rossini (450 Plätze). Eine gefühlte Ewigkeit lang ruhte der Betrieb, erst vor drei Jahrzehnten wurde es nach einer denkmalgerechten Sanierung wiedereröffnet: als Sitz des Lugo Opera Festivals. Gezeigt wurden Koproduktionen mit größeren Häusern, aber auch neue Werke – Stockhausens «Himmelstür» etwa öffnete sich zum ersten Mal in Lugo.
Als die Partner, zumal Bolognas Teatro Comunale und das Rossini Opera Festival in Pesaro, ihr Engagement in Folge schrumpfender Budgets immer weiter reduzierten, drohte der Fondazione in Lugo und seiner historischen Spielstätte erneut das Aus.
Die Rettung kam in Gestalt des Dirigenten Rinaldo Alessandrini sowie des neuen Bürgermeisters Davide Ranalli (31). Sie trieben einen Extra-Zuschuss von 150 000 Euro auf und riefen ein Winter-Festival ins Leben, das zum ersten Mal vom 3. bis 30. Dezember 2016 stattfand. In Anspielung auf das Schlussduett in Monteverdis «Poppea» firmiert es unter dem Namen «Purtimiro». Der Künstlerische Direktor aus Rom gewann für das Projekt etliche Musiker, ...
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