Schier überwältigend
Das Experiment war einmalig. So zumindest empfand es der Dichter Hugo von Hofmannsthal nach einem äußerst spannungsreichen Entstehungsprozess, der beinahe zu einem Zerwürfnis zwischen ihm und dem Komponisten Richard Strauss geführt hätte. Am Ende aber stand ein überaus komplexes Meisterwerk – «Ariadne auf Naxos». David Hermann hat es nun in Dresden (nach einem ersten Anlauf in Nancy) subtil, mit viel Liebe zum Detail, ganz aus dem Geist des Textes und der Musik inszeniert.
Das Schöne daran: Sogar das Publikum wird, kaum merklich, Teil der Regiearbeit.
Denn die Semperoper selbst verwandelt sich in jenes vornehme Haus, in dem die musikalische Tragödie eines jungen Komponisten mit dem Titel «Ariadne auf Naxos» aufgeführt werden soll. Darauf deutet eine szenische Installation im Foyer des ersten Rangs, eine Art tableau vivant. Während ein feiner Herr im Kreis seiner Familie diniert (alle Figuren bewegen sich dabei wie in Zeitlupe), spielen drei Musiker der Sächsischen Staatskapelle erlesene Rokokomusik dazu. Wenn später, auf der großen Bühne, ein Lakai dem Komponisten erklärt, warum die verlangten «Geigen» nicht kommen konnten, zeigt sich die Schlüssigkeit dieses Entrées. Die ...
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Opernwelt Januar 2019
Rubrik: Panorama, Seite 39
von Ana Popescu
JUBILARE
Margaret Marshall studierte an der Royal Scottish Academy of Music and Drama in Glasgow. Sie nahm Unterricht bei Edna Mitchell und Peter Pears in England sowie bei Hans Hotter in München, wo sie 1974 durch den Gewinn eines Internationalen Wettbewerbs auf sich aufmerksam machte und bald darauf als Konzertsängerin in ganz Europa gefragt war. Die Sopranistin...
Uraufführung
Seit beinahe 15 Jahren sind sie ein Gespann: der Komponist Johannes Maria Staud und der Dichter Durs Grünbein. Für zwei Opern und ein Monodram haben sie ihre kreativen Köpfe zusammengesteckt. Die Wiener Staatsoper zeigt jetzt ihr neues Werk: das Musiktheater «Die Weiden» nach der gleichnamigen fantastischen Geschichte des britischen Autors Algernon...
alpha
13.01. – 20.15 Uhr
Nézet-Séguin dirigiert
Mahler: Symphonie Nr. 1
20.01. – 20.15 Uhr
Gergiev dirigiert Mussorgsky:
Bilder einer Ausstellung
27.01. – 20.15 Uhr
Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5
Symphonieorchester des BR, ML: Jansons, Klavier: Barenboim
arte
30.12. – 17.30 Uhr
Orff: Carmina Burana
Die geheimnisvolle Atmosphäre der Verbotenen Stadt in Peking bietet...
