Prima la musica

Die Pasinger Fabrik, Münchens kleinstes Opernhaus, trotzt der Krise mit maßgeschneiderten Formaten

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Andreas Heinzmann gibt sich selbstbewusst: «Wir imitieren nicht, wir schaffen mit den vorhandenen Instrumenten die Kontraste neu!» Heinzmann ist Künstlerischer Leiter der in den ehemaligen Ritterwerken angesiedelten Pasinger Fabrik, des – sieht man vom Gastspielhaus Deutsches Theater ab – einzigen städtischen Opernbetriebs in München und des ihn beherbergenden soziokulturellen Zentrums gleichen Namens.

Die Einführung einer festen instrumentalen Besetzung vor knapp 20 Jahren war ein erster großer Schritt in der Entwicklung zu einem der interessantesten Kammeropernhäuser im deutschsprachigen Raum. Am Anfang jeder Produktion steht kein Regiekonzept, sondern die Neuinstrumentierung des jeweiligen Werks. Und so erklingen Opern, sei es Rossinis «Il turco in Italia» oder Dvořáks «Rusalka», meist mit einem Streichquintett samt Kontrabass, vier Holzbläsern und einem Horn; je nach «Vorlage» wird auch mal variiert. Diese Konstanz hat über die Jahre zu einem ausnehmend hohen instrumentalen Niveau geführt, zumal viele der Musiker regelmäßig auch in der Staatsoper und im Gärtnerplatztheater spielen.

Dass Heinzmann dem Haus seit 2006 als Musikalischer Leiter verbunden ist, sieht Frank Przybilla, ...

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Opernwelt November 2020
Rubrik: Magazin, Seite 66
von Stephan Knies

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