Personalien | Meldungen Juli 2018
JUBILARE
Mario Venzago wurde in Zürich geboren. Schon als Fünfjähriger erhielt er Klavierunterricht und studierte später an der Universität und Musikhochschule seiner Heimatstadt, wo er Dirigierschüler von Erich Schmid war, dem Vorgänger Simon Rattles als Chefdirigent in Birmingham. Venzagos berufliche Laufbahn begann als Konzertpianist, es folgte ein festes Engagement beim Rundfunk der italienischsprachigen Schweiz (RTSI). Sein Dirigierstudium vervollständigte er bei Hans Swarowsky in Wien.
Ab 1978 wandte sich Venzago ganz dem Dirigieren zu und stand bis 1986 am Pult des Musikkollegiums Winterthur; anschließend war er bis 1989 Generalmusikdirektor am Stadttheater Heidelberg und Chefdirigent der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. In dieser Position wirkte er 1991-94 an der Oper Graz, 1997-2003 beim Sinfonieorchester Basel und 1999-2002 beim Baskischen Nationalorchester San Sebastian. Von 2000 bis 2003 war er als Nachfolger von Pinchas Zukerman und David Zinman Künstlerischer Leiter des Baltimore Music Summer Festival. Als Musikdirektor stand er an der Spitze des Indianapolis Symphony Orchestra (2002-09) und der Göteborger Symphoniker (2004-07). Ab der Saison 2010/11 wurde er ...
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Weltabschiedsweise tönt es gleich mit den ersten Takten aus dem Orchestergraben – mit einem Zitat aus dem dritten Aufzug von Wagners «Parsifal». Der Blick ins Libretto von Yona Kim, die ihre eigenen Szenenanweisungen als Regisseurin der Uraufführung freilich durchweg ignoriert, offenbart für das Vorspiel von Peter Ruzickas dritter Oper dazu passend «eine Lichtung...
Erst erwürgt Madame Mao ihren Gatten, dann schießt sie alle anderen über den Haufen, Amerikaner wie Chinesen. Schließlich ist es ihr Stück, das hier gespielt wird: «Das Rote Frauenbataillon» sollte, wie alles in Maos Ära, die Vergangenheit den kommunistischen Grundsätzen dienstbar machen, was mit einem Leichenberg aus 50 Millionen Toten endete. Im Libretto von...
Frau Carp, gibt es so etwas wie einen Leitgedanken, der die von Ihnen konzipierten Programme der Ruhrtriennale trägt?
Ja. Ich habe ihn «Zwischenzeit» genannt. Das ist kein Motto, sondern ein offener Begriff, der die Umbrüche, Unsicherheiten und starken gesellschaftlichen Veränderungen beschreibt, die auf uns zukommen und die wir teilweise schon erleben. Aber er...
