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JUBILARE

Heinz Holliger studierte bereits während seiner Gymnasialschulzeit am Berner Konservatorium Oboe bei Émile Cassagnaud und Komposition bei Sándor Veress, als Vierzehnjähriger schrieb er erste eigene Stücke. Ab 1958 setzte er sein Studium des Klaviers und der Oboe in Paris fort, gefolgt von einem Kompositionsstudium bei Pierre Boulez an der Musikakademie in Bern. 1959 begann der Schweizer seine internationale Konzerttätigkeit als Oboist. Zahlreiche zeitgenössische Komponisten wie Karlheinz Stockhausen schufen eigens Werke für ihn.

Holligers eigenes kompositorisches Schaffen umfasst alle Gattungen, von Bühnenwerken über Orchester, Solo- und Kammermusikwerken bis hin zu zahlreichen Vokalstücken. Durch die Vertonung zahlreicher lyrischer Texte von Dichtern wie Friedrich Hölderlin, Georg Trakl oder Nelly Sachs entstanden umfangreiche Lieder-Zyklen. Für die Bühne komponierte Holliger zunächst die kurzen Werke «Come and go» (1976/77), «Not I» und «What Where» (1988), bevor 1998 die Oper «Schneewittchen» nach einem Text von Robert Walser in Zürich uraufgeführt wurde. Ebenfalls am Zürcher Opernhaus feierte 2018 «Lunea» nach Motiven des spätromantischen Lyrikers Nikolaus Lenau ...

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Opernwelt Mai 2024
Rubrik: Service, Seite 72
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