Personalien, Meldungen 2/26
Jubilare
90 Jahre alt wird der niederländische Bassbariton Max van Egmond. Nach seinem Gesangsstudium in Hilversum wurde van Egmond Mitglied der Niederländischen Bachgesellschaft und wirkte ab 1965 in den Gesamtaufnahmen der Vokalwerke Bachs durch Gustav Leonhardt, Nikolaus Harnoncourt und Frans Brüggen mit. Sechs Jahre zuvor hatte er den Gesangswettbewerb von s’-Hertogenbosch gewonnen; es folgten weitere Auszeichnungen bei Wettbewerben unter anderem in Brüssel und München.
Van Egmond wurde bald zu einem der gefragtesten Oratorien-Sänger seiner Generation, wirkte aber auch bei Harnoncourts Einspielungen von Monteverdi-Opern mit, darunter «L’Orfeo» (1968) und die erste Gesamtaufnahme von «Il ritorno d’Ulisse in patria» (1971). Auch als Liedsänger machte er sich einen Namen, etwa mit Zyklen von Schubert und Schumann, die 2006 beim Label Musica Omnia erschienen. Von 1980 bis 1995, dem Jahr seines offiziellen Abschieds als aktiver Sänger, hatte er eine Professur am Amsterdamer Sweelinck-Konservatorium inne. Zum Geburtstag am 1. Februar gratulieren wir herzlich.
Am 9. Februar wird der Dirigent Max Pommer 90 Jahre alt. In Leipzig zur Welt gekommen, studierte Pommer nach Schuljahren an ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Februar 2026
Rubrik: Service, Seite 62
von
Wie fang’ ich nach der Regel an?» – so wohl mochte sich Fulvio Adamo Macciardi mit den Worten des Walther von Stolzing gefragt haben, als er seine erste Spielzeit als Intendant des Teatro di San Carlo plante. Schließlich war der Berufung des Kulturmanagers an das Traditionshaus in Neapel eine auch für italienische Verhältnisse ungewöhnlich chaotische Politposse...
Ich formte sie, ich bildete sie, ich löste ihr die Seele und Zunge […] sie war mein Geschöpf», das stammelt der unter Mordverdacht stehende Gesangslehrer Maestro Salvatore in der frenetischen Gerichtsszene ohne Richter, mit der unvermittelt Peter Ronnefelds Oper «Die Ameise» beginnt. Das Publikum, staccato im respondierenden Doppelchor, führt sich als die...
Christoph Willibald Glucks «Orfeo» ist auf den Opernbühnen selten zu erleben – erstaunlich genug, wo sich doch die Wirkmacht dieser ersten großen Reformoper aus Glucks Wiener Zeit bis heute erhalten hat. Zugunsten des durchkomponierten Dramas, in dem nichts die Handlung aufhalten durfte, hatte sich der Komponist von der Nummernoper mit ihrem starren Schema aus...
