Personalien, Meldungen 11/25
JUBILARE
70 Jahre alt wird der österreichische Komponist Herbert Lauermann, der besonders als Schöpfer von Musiktheaterwerken in Erscheinung getreten ist, zuletzt mit «Coloman der Prozess» (UA 2004), «Die Befreiung» (UA 2001) und «Schwarz-Weiss» (UA 1998). In Wien geboren, lernte er bei Ernst Vogel und Erich Urbanner, nach dem Studium war er zunächst als Musiklehrer an einem Gymnasium tätig, später unterrichtete er Tonsatz und als außerordentlicher Universitätsprofessor Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Zum Geburtstag am 7. November wünschen wir alles Gute.
Ebenfalls ihren 70. Geburtstag feiert die US-amerikanische Koloratursopranistin Harolyn Blackwell. Geboren in Washington D. C., war Blackwell zunächst im Musical-Bereich tätig, so trat sie unter Leonard Bernstein in der Broadway-Wiederaufnahme der «West Side Story» auf. Im Laufe der 1980er-Jahre erweiterte sie ihren Wirkungskreis hin zur Oper. 1985 gab die Sängerin an der Hamburger Staatsoper ihr Europa-Debüt als Oscar in Verdis «Un ballo in maschera». Zwei Jahre später debütierte sie an der New Yorker Met in Massenets «Manon», dort sang sie später unter anderem auch in Mozarts «Figaro», in ...
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Opernwelt November 2025
Rubrik: Service, Seite 62
von
Ein riesiger rosa Elefant stolziert vor unserem inneren Ohr durch die Oper von Oslo. Das Tier trägt den Namen «Richard Wagner». Das Geheimnis hinter der Erscheinung hat zunächst mit Antonín Dvořáks Märchenoper «Rusalka» zu tun, deren wunderbare Musik in sanft romantischem Glühen von der Sehnsucht spricht. Es hat aber auch mit dem Chefdirigenten des Hauses zu tun:...
Die Sentenz sitzt: «Unglücklich das Land, das keine Helden hat. – Unglücklich das Land, das Helden nötig hat.» So hat es Bertolt Brecht einmal notiert, und so könnte auch die Überschrift zur «Lohengrin»-Inszenierung von Richard Brunel lauten, mit der Bodo Busse seine Intendanz an der Staatsoper Hannover eröffnet hat. Ein denk-würdiger Abend im besten Sinne des...
Das Frontispiz der ein halbes Jahr nach ihrer Uraufführung 1906 erschienenen Partitur des korsischen Vendetta-Dramas «L’Ancêtre» zeigt die Titelfigur von Saint-Saëns’ vorletzter Oper mit Stiefeln, Lendenschurz, überdimensionaler Flinte und kühn zurückgeschobenem Kopftuch in karger Macchia-Landschaft. Sie ist die Ahnin eines durch die Logik der Blutrache schon fast...
