Foto: Theater/Ennevi

Noch mal davongekommen

Fantasie und Mythos: Mit «Nabucco» bietet die Arena di Verona ihre erste Neuproduktion seit vier Jahren

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Es ist gerade mal zwölf Monate her, da drohte das größte Freiluftopernfestival der Welt, seit 1913 ob seiner großartigen Bühnenspektakel gerühmt, unrettbar in den Bankrott zu schlittern. Eine angesichts ungebrochener Popularität paradoxe Situation, die auf das inkompetente Management des Veroneser Bürgermeisters Flavio Tosi und des von diesem engagierten Intendanten Francesco Girondini (einem Agrarexperten) zurückzuführen war.

Weil eine unvergleichliche Spielstätte – das römische Amphitheater, in dem rund 13 500 Zuschauer Platz finden – (Opern-)Touristen aus aller Welt anlockt, konnte die Betreibergesellschaft stets mit Bestmarken werben: Die Erlöse decken 51 Prozent des Gesamtetats; der Personalkostenanteil liegt bei 53 Prozent, so niedrig wie in keinem anderen Theater oder Festival, das als Fondazione lirica registriert ist; die Umwegrendite für die Stadt wird auf rund 500 Millionen Euro per annum geschätzt. Dennoch stiegen die Verbindlichkeiten bei diversen Banken von drei Millionen (2011) auf 16 Millionen Euro (2015), die Forderungen von Zulieferbetrieben beliefen sich auf 11 Millionen Euro, die Gesamtschulden explodierten von 17 Millionen (2008) auf fast 29 Millionen Euro.

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Opernwelt August 2017
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Carlo Vitali

Vergriffen
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