Mehr Premieren, mehr Proben, mehr Stücke
Herr Meyer, in einem Interview sagten Sie, das Budget der Staatsoper sei «nicht in Ordnung» – die Wiener Staatsoper erhalte zur Zeit nicht einmal die Hälfte der Subvention der Pariser Oper. Glauben Sie, das ändern zu können?
Was ich gemeint habe, ist, dass die Staatsoper seit Jahren keine Erhöhung bekommen hat. Auch wenn die Inflation in den letzten 20 Jahren nicht mehr so hoch war, sind die Gehälter regelmäßig gestiegen wie die Gehälter der Bundesangestellten. Diese Erhöhungen hat man jahrelang mit Einsparungen und Notlösungen finanziert.
Auf Dauer ist dies aber nicht möglich. Das weiß die Regierung. Deshalb hat sie vor ein paar Monaten eine Evaluierung der Bundestheaterbudgets in die Wege geleitet. Ich hoffe, dass wir gemeinsam mit dem Bund die notwendigen Lösungen finden werden. Übrigens ist das Budget für die Spielzeit 2010/11 «in Ordnung».
Was erwarten Sie von der Kultursubvention in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten? Was befürchten Sie?
Die Krise ist überall spürbar und stellt auch unsere Kulturwelt infrage. Natürlich müssen wir in dieser Angelegenheit sehr vorsichtig sein, aber ich weiß, dass die Kultur, und speziell die Oper, in Wien immer noch eine ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Liebermann: Sie greifen die Opernhäuser an und meinen die Autoren. Die Tatsache, daß die Komponisten Ihrer Ansicht nach keine Werke geschrieben haben, die die Musik weiterbringen oder bedeutungsvoll sind, heißt doch nicht, daß deswegen die Opernhäuser in die Luft gesprengt werden müßten. Die Komponisten sollten dann eher dran glauben; denn die Opernhäuser können ja...
Berühmt und gleichwohl schlicht sind die Namen der Berliner Philharmoniker, der Bamberger Symphoniker oder des Cleveland Orchestra. Sie verraten lediglich den Hauptsitz dieser künstlerischen Verbände, der heutzutage freilich immer weniger mit dem Herkunftsort der dort beschäftigten Musiker zusammenfällt. Andere Klangkörper nannten sich nach einer Gründerfigur – das...
«Die Kunst blüht, ist an der Herrschaft, streckt ihr rosenumwundenes Zepter über die Stadt hin und lächelt.» Ein Paradies. Und exakt 108 Jahre her. Es war Thomas Mann in der Novelle «Gladius Dei», der damals so von der Isarstadt schwärmte. Sein Fazit: «München leuchtete», was zu einer fast gleichnamigen kommunalen Medaille, zu «München leuchtet» führte, mit der die...
