Mamma Mia

China leistet sich immer mehr herausragende Spielstätten für Musiktheater, doch Oper gibt es dort (noch) eher selten

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An Eleganz übertrifft es alle anderen. Es ist das schönste Opernhaus, das in den letzten Jahren gebaut wurde. Es steht im chinesischen Qingdao, früher unter dem Namen Tsingtau bekannt, eine Stadt mit deutscher Prägung aus der Kaiserzeit. Deutsche Architekten haben es entworfen: Die Pläne lieferte das Büro von Gerkan, Marg und Partner (gmp) aus Hamburg.

Opernhäuser gehören zu den Prestigeprojekten, die sich die rasant wachsenden chinesischen Millionenstädte zulegen.

Wie Flughäfen, Messegelände und Bahnhöfe werden sie – nach international ausgeschriebenen Wettbewerben – meist von ausländischen Architekten konzipiert und betreut. Peking machte den Anfang mit Paul Andreus Oper(n-Ei). In Guangzhou wurde unlängst das spektakuläre Opernhaus von Zaha Hadid eröffnet, zwei weitere Häuser in Chongqing und Tianjin stammen gleichfalls aus den gmp-Büros.

Qingdao liegt am Gelben Meer mit dem Gebirge des heiligen Bergs Laoshan als Hintergrundkulisse. Die oft von Wolken umhüllten Berge haben die Architekten zu einem metaphorischen Entwurf inspiriert. Die vier «Felsen» der mit örtlichem Naturstein verkleideten Baukörper werden von einem wolkengleichen Kragdach aus Lamellen umspielt, die in der ...

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Opernwelt Dezember 2011
Rubrik: Magazin, Seite 78
von Falk Jaeger

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