Magnet für Jung und Alt
Wie schnell die Zeit vergeht. Ein Blick in den Aufführungskalender der Kölner Kinderoper aus den vergangenen Jahren, ein Gang durch den Backstage-Bereich des Staatenhauses, ein paar nachdenkliche Momente im Gespräch mit Opernintendantin Birgit Meyer – und 25 Jahre Kölner Kinderoper fühlen sich nicht mehr an wie das Vierteljahrhundert, das sie sind. Vielmehr wirken sie wie eine konzentrierte Nahaufnahme, wie das Durchspielen einer guten Idee im Zeitraffer.
Extrem viel ist passiert seit dem Moment, in dem engagierte Menschen im Jahr 1996 die erste Kinderoper Europas gründeten: über 50 Neuproduktionen, zwei große Umzüge, etliche Kooperationen mit Schulen, eine Zusammenarbeit mit UNICEF, die Auszeichnung für das beste Education-Programm und nicht zuletzt der erste komplette «Ring des Nibelungen» speziell für Kinder.
Was in einem gigantischen Zelt im Foyer des alten Opernhauses am Offenbachplatz anfing (in der sogenannten Yakult-Halle), sei heute, so Birgit Meyer, ein regelrechter Magnet für das Kölner Opernpublikum, aktuell im imposanten Staatenhaus. «Jedes Jahr gehen mindestens 20 Prozent des Gesamtkartenverkaufs der Oper an Kinder, Jugendliche, Schülerinnen und Schüler und ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Januar 2022
Rubrik: Magazin, Seite 76
von Hannah Schmidt
Ihre erste Saison als Künstlerische Leiterin des Wexford Festivals verlief für Rosetta Cucchi alles andere als optimal: Wegen der Pandemie wurden sämtliche Produktionen gecancelt. Erst in diesem Jahr konnte die italienische Regisseurin die meisten der 2020 geplanten Stücke, die zum Großteil um das Thema «Shakespeare» kreisten, präsentieren. Zwei Wermutstropfen: Die...
Interessante Selbsteinschätzung: «Ich bin beständig wie der Nordstern / Von jener wahren festen und ruhenden Qualität / Es gibt keinen anderen am Firmament. / Der Himmel ist mit unzähligen Funken bemalt. Sie sind alle schön, und jeder leuchtet; / Aber es gibt nur einen in allen, der seinen Platz hält. / Ich bin derjenige, der sich nicht bewegen kann.» So sagt und...
Mrs. Lovett liebt Fleischpasteten. Aber nicht irgendwelche. Sie bevorzugt die mythische Variante. Wie Tantalos, der die Götter prüfen wollte, als er ihnen seinen Sohn Pelops zum Mittagsmahl servierte, wie Atreus, der die Söhne des Thyestes schlachtete, damit er sie seinem Bruder kredenzen konnte, so verfrachtet auch die Londoner Geschäftsfrau all jene Leichen, die...
