Magnet für Jung und Alt

Die Kinderoper Köln feiert 25-jähriges Jubiläum

Opernwelt - Logo

Wie schnell die Zeit vergeht. Ein Blick in den Aufführungskalender der Kölner Kinderoper aus den vergangenen Jahren, ein Gang durch den Backstage-Bereich des Staatenhauses, ein paar nachdenkliche Momente im Gespräch mit Opernintendantin Birgit Meyer – und 25 Jahre Kölner Kinderoper fühlen sich nicht mehr an wie das Vierteljahrhundert, das sie sind. Vielmehr wirken sie wie eine konzentrierte Nahaufnahme, wie das Durchspielen einer guten Idee im Zeitraffer.

Extrem viel ist passiert seit dem Moment, in dem engagierte Menschen im Jahr 1996 die erste Kinderoper Europas gründeten: über 50 Neuproduktionen, zwei große Umzüge, etliche Kooperationen mit Schulen, eine Zusammenarbeit mit UNICEF, die Auszeichnung für das beste Education-Programm und nicht zuletzt der erste komplette «Ring des Nibelungen» speziell für Kinder.

Was in einem gigantischen Zelt im Foyer des alten Opernhauses am Offenbachplatz anfing (in der sogenannten Yakult-Halle), sei heute, so Birgit Meyer, ein regelrechter Magnet für das Kölner Opernpublikum, aktuell im imposanten Staatenhaus. «Jedes Jahr gehen mindestens 20 Prozent des Gesamtkartenverkaufs der Oper an Kinder, Jugendliche, Schülerinnen und Schüler und ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Januar 2022
Rubrik: Magazin, Seite 76
von Hannah Schmidt

Weitere Beiträge
Kosmisch komisch

Der Urknall gebiert erdfernen Nebel, aus dem Sterne und Galaxien in den Raum schießen. Die Videoprojektion während des Vorspiels zu Richard Wagners «Tristan und Isolde» am Nationaltheater Mannheim scheint die Tragödie des liebenden Paares zu einem kosmischen Weltendrama zu machen. Doch als sich der Vorhang hebt, landet man nach diesem Sehnsuchtsflug durchs All in...

Ungerichtetes Begehren

Stimmlich, figürlich und darstellerisch (man verstand jedes Wort) einfach die Erfüllung einer seit 25 Jahren an die Deutschen gestellten Forderung» – so schwärmte Richard Strauss brieflich über Maria Rajdl, nachdem er sie 1930 in Dresden als Salome erlebt hatte. Schließlich hatte er selbst einiges getan, um der Sopranistin den Auftritt in der 1905 gleichenorts...

Im Spinnennetz

Kann Musiktheater gesellschaftspolitische Themen abbilden?  Auf diese uralte Frage will Sophie de Lint neue Antworten finden. Seit dem Herbst 2018 leitet die ehemalige Zürcher Operndirektorin die Nationale Opera in Amsterdam und steuert den Musiktheater-Tanker sachlich-souverän durch die Pandemie. An den Ufern der Limmat handelte man sie schon als Nachfolgerin für...