Märchenstunde auf dem Lande

Dvoráks «Rusalka» und Purcells «Fairy Queen» beim Glyndebourne Festival

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Die Hälfte der Opern, die in diesem Sommer in Glyndebourne auf dem Programm stehen, da­runter zwei der drei neuen Produktionen, wurden von Regisseuren betreut, die aus der britischen Schauspielszene kommen. Durch Experimentierlust ist keiner von ihnen aufgefallen. «Moderne» Regieperspektiven passen offenbar nicht mehr zum ästhetischen Selbstbild des Festivals. Während der achtziger und neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts war das noch anders, gab es gelegentlich durchaus Platz für kontroverse Arbeiten.


Die Inszenierung von Dvoráks «Rusalka» hatte man einer Operndebütantin anvertraut: Melly Still machte sich in Großbritannien mit Kindermärchen nach den Gebrüdern Grimm einen Namen, ihre Einrichtung des preisgekrönten Jugendstücks «Coram Boy» lief am Londoner National Theatre und in New York. Für ihr erste Musiktheaterregie habe sie sich vor allem von Pina Bausch inspirieren lassen, gab Melly Still zu Protokoll. Zu sehen ist davon in ihrer geschäftigen «Rusalka» so gut wie nichts. Statt auf der Bühne in Gestik und Bewegung Elemente einzuführen, die etwa die Entfremdung zwischen der höfischen Welt des Prinzen und der Naturwelt der Nixe ausloteten, begnügte sie sich mit einem ...

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Opernwelt August 2009
Rubrik: Im Focus, Seite 20
von Tom Sutcliffe

Vergriffen
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