Märchen für alle
Man mag Barrie Kosky für einen zuweilen leichtfertigen Regisseur halten. Aber kaum je für einen langweiligen. Mit dieser angelsächsischen Tugend könnte ihm noch einmal die Schlüsselrolle zufallen, aus den Einbahnstraßen eines inzwischen oft verbraucht wirkenden Regietheaters Auswege zu finden. Mit «Rusalka» jedenfalls gelingt ihm in Berlin nicht nur ein Votum für ein gern unterschätztes Meisterwerk, sondern eine seiner besten Arbeiten bislang.
Kosky hält die Geschichte von der Wasserfrau, die zu den Menschen will (und dabei ihren Prinzen mit in den Abgrund reißt), für einen zweifelsfreien Märchenstoff. Dennoch will er, dass sich jeder Zuschauer sein eigenes Märchen projiziert. Ein zunächst merkwürdig bescheidener, um nicht zu sagen: unmöglicher Anspruch. Denn dann könnte sich jeder zu Hause seine eigene CD auflegen – und drauflos projizieren. Klaus Grünberg hat das Neorokoko-Bühnenportal des Hauses dupliziert und noch einmal auf die Bühne bauen lassen – verkleinert, so dass wir die Handlung in doppeltem Rahmen sehen: Theater auf dem Theater. Was das mit der erklärten Projektionseinladung an das Publikum zu tun hat, ist dem Verfasser, ehrlich gesagt, verschlossen geblieben. Da aber ...
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Opernwelt April 2011
Rubrik: Panorama, Seite 39
von Kai Luehrs-Kaiser
Als der irakische Vizepräsident Mullah Bakhtiyar am 26. November letzten Jahres auf der Premierenfeier die nagelneue Kölner «Entführung» in den Irak einlud, rechnete wohl niemand ernsthaft damit, dass die Oper drei Monate später tatsächlich mit einer hundertköpfigen Truppe in die Krisenregion aufbrechen würde. Niemand ahnte damals auch, wie dramatisch sich die...
ARTE
1./7.4. – 6.00 Uhr
Il Giardino Armonico.
Jubiläumskonzert in Würzburg zum 25-jährigen Bestehen des Orchesters.
1.4. – 7.30 Uhr (Teil 24)
2.4. – 8.25 Uhr (Teil 24)
Little Amadeus.
Zeichentrickserie über die Abenteuer des jungen Mozart. 24. Sternschnuppen.
3.4. – 6.00 Uhr
Eine Musikstunde mit Kenneth Gilbert.
Der Cembalist Olivier Baumont und sein Lehrer Kenneth Gilbert...
«…um Ihren Namen dreht sich die ganze Geschichte der Musik seit 10 Jahren, und bey jedem Musiker, den man jetzt zu besprechen hat, wird man unwillkürlich auf die Frage gerathen in welchem Verhältniß er zu der Meyerbeerschen Musik gestellt ist oder sich gestellt hat.» Heinrich Heines briefliche Bemerkung von 1842 gegenüber Giacomo Meyerbeer ist keine Schmeichelei,...
