Lulu
Zunächst seh’n wir den Aufstieg einer schönen Frau,
Die liebt – und selbst umgarnt wird, von Diversen.
Kein Stück Musik für eine Landesgartenschau,
Regietheaterliebling der Perversen.
Auf einen Ton, da folgen stets elf weitere,
Fast wie im Fall der Männer: Mann für Mann.
Ein Maler stirbt (es gibt halt auch Gescheitere),
Man bumst mit voller Wucht auf’s Gamelan.
nd dann geht’s halt bergab mit uns’rer Hauptperson.
Ich sag mal so: Der «Soundtrack» macht’s nicht hipper!
Die Frau, die tanzt halt jetzt in einer Nachtpension
Und trifft ganz hinten raus auf Jack the Ripper.
Man singt auf Deutsch – und keinesfalls auf Zulu.
Man liebt sehr heiß – und nennt das Ganze «Lulu».
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Opernwelt Mai 2023
Rubrik: Magazin, Seite 87
von Arno Lücker
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