Kulturhauptstadt Europas?

Das ehrgeizige Revier hat einige Hausaufgaben zu erledigen

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Die Zeit der Großzügigkeit in den Kommunen ist vorbei. Das gilt auch für das Ruhr­gebiet. Alles kommt angesichts leerer Kassen auf den Prüfstand. Bestehendes, Bewährtes, zuweilen sogar Modellhaftes wird auf Zahlen abgeklopft: Das öko­nomistische Denken dringt immer weiter auch in Theater, Museen, Orchester und Konzerthäuser ein. Zwei Beispiele aus Gelsenkirchen/Recklinghausen und Dortmund.


Die Neue Philharmonie Westfalen, 1996 aus dem Zusammenschluss des Philharmonischen Orchesters Gelsenkirchen und des Westfälischen Sinfonie-Orches­ters (WSO) hervorgegangen, befindet sich in einer dramatischen Schieflage. Der Grund: Das Land Nord­rhein-Westfalen hat die Zuwendungen dras­tisch verringert, obendrein fielen die Sozialplan-Zuschüsse für sieben Musiker weg, die von der längst «abgewickelten» Philharmonia Hungarica (Marl) kamen. Seit 1997 leitet Johannes Wildner das Ensemble. Der Generalmusikdirektor schaffte es, die Neue Philharmonie Westfalen für die drei Trägerstädte Gelsenkirchen, Recklinghausen und Unna gleichermaßen zu etab­lieren. Als fester Partner des Musiktheaters im Revier (160 Vorstellungen), als ­zuverlässiger Gestalter spannender Konzerte, als vorbild­licher Vermittler von ...

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Opernwelt März 2005
Rubrik: Kommentar, Seite 72
von Jörg Loskill

Vergriffen
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