Kulturhauptstadt Europas?
Die Zeit der Großzügigkeit in den Kommunen ist vorbei. Das gilt auch für das Ruhrgebiet. Alles kommt angesichts leerer Kassen auf den Prüfstand. Bestehendes, Bewährtes, zuweilen sogar Modellhaftes wird auf Zahlen abgeklopft: Das ökonomistische Denken dringt immer weiter auch in Theater, Museen, Orchester und Konzerthäuser ein. Zwei Beispiele aus Gelsenkirchen/Recklinghausen und Dortmund.
Die Neue Philharmonie Westfalen, 1996 aus dem Zusammenschluss des Philharmonischen Orchesters Gelsenkirchen und des Westfälischen Sinfonie-Orchesters (WSO) hervorgegangen, befindet sich in einer dramatischen Schieflage. Der Grund: Das Land Nordrhein-Westfalen hat die Zuwendungen drastisch verringert, obendrein fielen die Sozialplan-Zuschüsse für sieben Musiker weg, die von der längst «abgewickelten» Philharmonia Hungarica (Marl) kamen. Seit 1997 leitet Johannes Wildner das Ensemble. Der Generalmusikdirektor schaffte es, die Neue Philharmonie Westfalen für die drei Trägerstädte Gelsenkirchen, Recklinghausen und Unna gleichermaßen zu etablieren. Als fester Partner des Musiktheaters im Revier (160 Vorstellungen), als zuverlässiger Gestalter spannender Konzerte, als vorbildlicher Vermittler von ...
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Durch Gewitter und Sturm: Die Mannen Donalds haben eine beschwerliche Reise zum schottischen Heimathafen hinter sich. Donald? Ganz richtig: Besucher des konzertanten «Fliegenden Holländers» 2004 in der Essener Philharmonie dürften sich zunächst ungläubig die Augen gerieben haben. Die Deutsche Welle titelte klug zur «Urfassung», dass viele Wagnerianer sich über den...
Als der chinesische Schauspieler, Sänger, Tänzer und Regisseur Chen Shi-Zheng vor sechs Jahren am New Yorker Lincoln Center die vier Jahrhunderte alte Oper «Der Päonien-Pavillon» auf die Bühne brachte, ein ursprünglich fünfundfünfzig (!) Akte umfassendes Werk des chinesischen Monteverdi-Zeitgenossen Tang Xianzu (1550-1616), kam dies in der westlichen Musikwelt...
Die französische Schauspielerin Sarah Bernhardt hat durch ihren Darstellungsstil nicht nur die literarische Produktion ihrer Zeit wesentlich inspiriert, sondern auch auf die italienische Oper einen großen Einfluss gehabt. Tosca, Fedora, Adriana Lecouvreur gehörten zu ihren erfolgreichsten Rollen. Ihr melodischer Sprechgesang machte deutlich, dass diese Stücke...
