«Kinder und Hunde konnte ich schon immer gut nachmachen»
Frau Schäfer, wie geht es Ihren beiden Töchtern?
Danke, ich kann nicht klagen. Als ich sie gestern ins Bett brachte und vor unserem Schlaflied zufällig das Radio anmachte, kam gerade der Mitschnitt von Pergolesis «Stabat mater» aus Salzburg, wo ich eingesprungen war. Sagt die eine Tochter sofort: «Das ist die Mama, die da singt.» Sagt die andere: «Die Mama kann überhaupt nicht so schön singen.» So ist das Mutterleben.
Nehmen Sie die beiden schon mit in die Oper?
Natürlich, meist zu Proben.
Letztes Jahr in Salzburg haben sie fünf Mozart-Opern komplett gesehen. Ich finde, Eltern haben eine Verpflichtung, Kinder an Musik heranzuführen, besonders weil die Schulen in diesem Punkt versagen. In Paris habe ich die ganze Klasse meiner älteren Tochter in eine Probe von «La traviata» eingeladen. Die waren alle ganz begeistert, allerdings vor allem vom großen Kronleuchter auf der Bühne. In Berlin wollte ich etwas Ähnliches machen, aber da hätte man einen formellen Antrag beim Senat stellen müssen, und das war mir dann zu blöd.
In Salzburg bei dem Pergolesi-Konzert sind Sie für Anna Netrebko eingesprungen. Wie haben Sie Ihre Kollegin bei den Proben zum «Figaro» erlebt? Hat sie überhaupt Zeit zu ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Schon nach der Veröffentlichung der «Walküre» war die Resonanz spektakulär. Da war von einem «sensationellen Fund» die Rede, von einem «wahren Schatz», von einer «Auferstehung» nach 51 Jahren. «Sei gegrüßt, du herrliches Kind», titelte Wolfram Goertz seine Besprechung in der «Zeit» und schloss mit den Worten: «Über allem wachte Keilberth, der mit dieser Aufnahme...
Schlüsselerlebnisse hat man merkwürdigerweise oft erst dann, wenn man glaubt, einen Gegenstand oder ein Subjekt in- und auswendig zu kennen. Es war ein Abonnementkonzert des Freiburger Barockorchesters (FBO) in seiner Heimatstadt im Mai 2003. «Späte Klänge» standen auf dem Programm: Arriagas stürmerisch-drängerische frühromantische D-Dur-Sinfonie und Webers...
Das passiert einfach
Matthias Spenke
Ich bin eher ein sesshafter Typ, ich wollte nicht als Solist von Stadt zu Stadt reisen. Also habe ich direkt nach dem Studium an der Komischen Oper vorgesungen, und es hat sofort geklappt. Ich hatte mir schon vorher einige Inszenierungen an der Komischen Oper angesehen und wusste, dass mir das Spaß machen würde. Hier herrscht eine...
