Kinder, spukt weiter!

Glass: The Fall of the House of Usher am Staatstheater Mainz

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Im Quartett der Rhein-Main-Theaterstädte Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt und Mainz kann letztgenannte dank Neugier und Vielfalt künstlerisch und spielplanerisch gut mithalten. Auf hessischer Seite fusionierte die Ballett -sparte von Wiesbaden mit Darmstadt; dem Mainzer Tanzensemble gelingt seit der Ära Martin Schläpfer und spätestens seit der vertanzten «Tanzsuite mit Deutschlandlied» von Lachenmann im Jahr 2005 immer wieder auch im zeitgenössischen Fach ein Publikums- und Kritikerfolg.

Gleiches gilt für das Musiktheater: Der weiland regieführende Intendant George Delnon öffnete als Koproduzent der Münchener Biennale mit Mark Andres geflüsterter Apokalypse-Oper «… 22,13 …» die Tür zur Neuen Musik ganz weit, sodass der liberale Mainzer Kardinal Karl Lehmann, der über Heidegger promovierte, ein flammendes Plädoyer auf die notwendige Geworfenheit neuer Klänge hielt – unvergessen.

In diesem aufgeschlossenen Klima findet Sondheims «Sweeney Todd» ebenso sein Publikum wie Rihms «Eroberung von Mexiko». Bei Rihm führte vor zwei Jahren der am Ende dieser Spielzeit scheidende GMD Hermann Bäumer Sängerinnen, Sänger und Orchester zu wahrlich avancierter Höchstleistung. Wie bei der ...

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Opernwelt April 2025
Rubrik: Panorama, Seite 42
von Achim Heidenreich

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