Inspiriert

Werke von Antonio Stradella, Agostino Steffani, Giovanni Antonio Ristori und Luigi Boccherini

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Vor einigen Monaten beklagte Reinhard Goebel, Gründer und langjähriger Leiter des legendären Ensembles Musica Antiqua Köln, eine überbordende Entdeckerwut der Alte-Musik-Szene: Es würden viel zu viele Werke ans Tageslicht befördert, die man lieber im Staub der Archive hätte weiterschlafen lassen sollen. Die Kompositionen, die auf den hier vorzustellenden Alben zum Klingen erweckt werden, dürften allerdings nicht unter dieses strenge Verdikt fallen, im Gegenteil: Hier handelt es sich durchwegs um hörens- und kennenswerte Musik.

Andrea De Carlo engagiert sich gemeinsam mit seinem Ensemble Mare Nostrum in einem «Stradella Project», das sich mit der Kunst eines der bedeutendsten italienischen Komponisten des späten 17. Jahrhunderts auseinandersetzt. Mehrere Oratorien Stradellas haben die Musiker bereits eingespielt, jetzt folgt mit «Santa Pelagia», der Geschichte einer Hure, die zur Heiligen wurde, die Einspielung eines Werks, das bereits in einer vor zehn Jahren veröffentlichten Aufnahme eines anderen Ensembles vorliegt. De Carlo interpretiert die einzige überlieferte Quelle des Oratoriums aber anders als seine Vorgänger und sieht in den dort zu findenden Instrumentalritornellen und ...

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Opernwelt November 2017
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 28
von Thomas Seedorf

Vergriffen
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