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JUBILARE
1926 in Melbourne geboren, schloss Denis Vaughan 1947 an der Universität seiner Heimatstadt ein Musikstudium ab und setzte seine Ausbildung mithilfe eines Stipendiums am Royal College of Music in England fort, wo er Orgel und Kontrabass studierte. 1950 trat er dem Royal Philharmonic Orchestra unter Thomas Beecham bei, bevor er zum Assistant Conductor und Chorleiter des Klangkörpers avancierte und schließlich die Beecham Choral Society gründete. Nach Jahren des Konzertierens, die ihn u. a.
an die Mailänder Scala, die Opernhäuser von Hamburg und München und nach Bayreuth führten, wo er Hans Knappertsbusch assistierte, siedelte Vaughan 1960 nach Rom über. In Italien entstanden unter seiner musikalischen Leitung Aufnahmen mit dem Orchestra Scarlatti, darunter Einspielungen der kompletten Schubert-Symphonien, zwölf Haydn-Symphonien, Werke von Bach sowie die Mozart-Oper «Il re pastore» (mit Lucia Popp, Reri Grist und Luigi Alva). Von 1972 bis 1980 wirkte Vaughan an der Bayerischen Staatsoper, bevor ihn ein Vierjahresvertrag als Music Director an die State Opera of South Australia in Adelaide führte. 1987 kehrte Vaughan nach Großbritannien zurück. Dort gelang es ihm, mithilfe ...
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Opernwelt Juni 2016
Rubrik: Service, Seite 58
von Marc Staudacher
Briefe sind nicht Jedermanns Sache», entschuldigt sich Gustav Mahler 1892 bei der Mezzosopranistin Laura Hilgermann, «– meine schon gar nicht! Lieber schreibe ich 10 Lieder als einen Brief.» Dennoch ist es dem unermüdlichen Mahler-Herausgeber Franz Willnauer ein weiteres Mal gelungen, bisher ungedruckte Briefe des Komponisten, Dirigenten und Operndirektors an...
Nicht wenige Opern sind durch Muster-Interpretationen in ihrer Rezeption gebremst worden: Den «Rosenkavalier» überzog das Dresdner Uraufführungsmodell von Max Reinhardt und Alfred Roller mit einem Barock-Firnis, gegen den ein halbes Jahrhundert kein Kraut gewachsen schien; Bernsteins «West Side Story» war in Jerome Robbins’ Broadway-Kreation ähnlich sakrosankt....
War im 19. Jahrhundert das Kunstlied noch eine jener musikalischen Gattungen, der sich nahezu alle Komponisten mit stetem Eifer und großer Resonanz widmeten, kam es in den 1920er-Jahren zusehends aus der Mode. Der radikale gesellschaftliche Wandel, das Verschwinden des bürgerlichen Salons wie auch der Aufbruch in neue stilistische Sphären jenseits der Romantik...
