Im Umbruch
Ein Opernland im Umbruch. In Belgien werden in der kommenden Saison alle Musiktheater einen neuen Intendanten oder Künstlerischen Leiter bekommen. Peter de Caluwe, bis jetzt Chef des Künstlerischen Betriebsbüros an der Nederlandse Opera in Amsterdam, wechselt zur Saison 2007/08 an die Brüsseler Monnaie. Er ist Nachfolger von Bernard Foccroulle, der das Festival von Aix-en-Provence übernimmt. Stabwechsel auch an der Opera Royal de Wallonie in Lüttich: Jean-Louis Grinda hat in den letzten zehn Jahren die Qualität des Hauses enorm verbessert, nun geht er nach Monaco.
Sein Nachfolger ist Stefano Mazzonis di Pralafera, der bis jetzt die Oper in Bologna geleitet hat.
Bleibt die Flämische Oper mit den Standorten Antwerpen und Gent. Das Haus in Antwerpen wird derzeit renoviert, und es sieht nicht danach aus, dass es in Kürze wiedereröffnet werden kann. Die notwendigen Arbeiten sind umfangreicher und komplexer, als anfangs kalkuliert. Finanzielle Engpässe bereiten zusätzlich Probleme. Dennoch ist Intendant Marc Clémeur – auch er wird sein langjähriges Stammhaus demnächst verlassen – im Begriff, einen hochinteressanten «Ring» zu schmieden, mit dem flämisch-holländischen Regisseur Ivo van ...
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Abgesprochen hatten sich die Opernhäuser zwischen Hannover, Frankfurt, Erfurt, Amsterdam und Kiel nicht, innerhalb weniger Wochen Wagners «Tannhäuser» auf die Bühne zu bringen. Doch es gibt einen Anlass, der beflügelnd gewirkt haben könnte. Der achthundertste Geburtstag der Heiligen Elisabeth, die im Jahre 1211 an den thüringischen Hof kam, dort mit Landgraf Ludwig...
Bis zur «Walküre» ist Graham Vicks «Ring» in Lissabon gediehen, immerhin. Ob «Siegfried» und «Götterdämmerung» folgen werden, steht am Teatro Nacional de São Carlos in den Sternen. Es ist eben nicht leicht, ein auf fünf Jahre angelegtes Projekt zu realisieren, wenn die öffentliche Hand den Etat des Hauses erst kurz vor Beginn einer neuen Spielzeit genehmigt. Ein...
Engel, heißt es, beneideten uns Menschen, weil wir über einen Körper verfügen. Wenn das stimmt, können sie dem Doppelabend am Royal Opera House nur ihren Segen erteilt haben. In Ravels «L’Heure espagnole» wie in Puccinis «Gianni Schicchi» dreht sich alles ums irdische Begehren – auf der Folie von Sex (Ravel) und Geld (Puccini). Dass Sex und Geld als anrüchig...
