Erschwerte Bedingungen: Oper in Buenos Aires
Das Problem ist auch in Europa wohlbekannt: Wird ein großes Opernhaus zum Sanierungsfall und vorübergehend dichtgemacht, müssen Ausweichstätten her, die eine Fortführung des Spielbetriebs erlauben. Nun hat dieses Schicksal auch eines der größten Häuser der Welt ereilt: das Teatro Colón in Buenos Aires. Zwar konnten lange überfällige Modernisierungen bei laufendem Betrieb umgesetzt werden, doch inzwischen haben die Bautrupps die Bühne und das Auditorium erreicht: Seit November 2006 ist das Colón geschlossen, seine Wiedereröffnung erst für April 2008 geplant.
Bis dahin finden die Vorstellungen im Coliseo Theater statt – einem Haus, das bereits von 1907 bis 1937 als Opernbühne diente, seit 1961 allerdings vor allem für Konzerte genutzt wird. In seiner heutigen Gestalt erinnert das nur drei Blocks vom Colón entfernte Gebäude zwar kaum noch an das alte «Opernhaus», doch verfügt es nach wie vor über einen großen Orchestergraben. Zudem bietet es 2100 Zuschauern Platz, so dass die fünf üblichen Abonnementreihen des Colón bei geringfügig reduzierter Vorstellungsfrequenz (das Stammhaus hat 2500 Plätze, davon 500 Stehplätze, die im Coliseo fehlen) realisiert werden können. Gravierend ist ...
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