Im Freien

Das Kunstfest Weimar vereint augenzwinkernden Humor, performativen Ernst und schöne Stimmen

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Bodo Ramelow war voll des Lobes: «Den Begriff Improvisation hat Rolf Hemke in den letzten Wochen neu definiert», resümierte Thüringens Ministerpräsident in seinem an den Intendanten des Kunstfestes Weimar gerichteten Grußwort am Schlusstag des sich von Ende August bis Mitte September erstreckenden Festivals. In der Tat: Hemke und sein Team trotzten den pandemiebedingten Widrigkeiten nicht nur wacker, sondern stellten ein ebenso mutiges wie umfangreiches Programm auf die Beine.

Zupass kam den Verantwortlichen der Umstand, dass bei beständigem Spätsommerwetter etliche Programmpunkte unter freiem Himmel stattfinden konnten – etwa der Musiktheater-Parcours, zu dem Dumbworld, das nordirische Künstlergespann Brian Irvine (Komponist) und John McIlduff (Regisseur), alle erkundungsfreudigen Passanten einlud. Sieben Kurzopern, keine länger als zehn Minuten, darunter zwei erst nach Einbruch der Dunkelheit zu besichtigende Video-Installationen, waren quer über die Altstadt verstreut zu erleben. Aus Lautsprechern erklangen in durchaus überzeugender Soundqualität die Einspielungen des RTÉ Concert Orchestra, während Gesangssolisten des Deutschen Nationaltheaters live ihre Kunst darboten. Camila ...

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Opernwelt November 2020
Rubrik: Magazin, Seite 62
von Werner Kopfmüller

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