Hoch hinaus
Zum siebten Mal fand Ende August der 1995 ins Leben gerufene Gesangswettbewerb Königin Sonja (Dronning Sonja Internasjonale Musikkonkurranse) in Oslo statt. Einhundertsiebenundsechzig Kandidaten aus zweiundvierzig Ländern hatten sich gemeldet, vierundvierzig Teilnehmer wurden ausgewählt.
Eine hochkarätige Jury, bestehend aus Joan Sutherland, Anne Gjevang, Ragnar Ulfung und Kurt Moll sowie den Theaterleitern Menno Feenstra, Bjoern Simensen und Erkki Korhonen, hatte wegen der unausgewogenen Bewerberliste keine leichte Aufgabe: Einige Stimmfächer waren unterrepräsentiert, andere überreichlich vertreten. Unter den fünfzehn Semifinalisten fanden sich nur drei Männerstimmen, dazu zwei Mezzos, der Rest gehörte dem Sopranfach an. Erfreulich, weil unüblich waren die Repertoire-Anforderungen: Die Bewerber mussten nicht nur Opernarien und Kunstlieder vortragen, sondern jeweils auch eine zeitgenössische Komposition.
Das Gesamtniveau der Kandidaten, war zu hören, sei erfreulich gewesen. Trotzdem gab es in den beiden Endrunden nur wenige überragende Talente. So zeigten die ins Finale gelangten Sopranistinnen Erika Roos (Schweden), Anita Watson (Australien, zweiter Preis) und Nina Margrete ...
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