Himmelhoch, tiefbetrübt
Ist es nur mit dem Fluktuieren von Moden zu erklären, dass Giacomo Meyerbeer in den letzten Jahren nicht nur mit seinen Hauptwerken auf die Bühne zurückgekehrt ist? Mag die Frage, ob des Komponisten theatralisches savoir faire volle Entsprechung in den musikalischen Qualitäten findet, noch nicht ausdiskutiert sein, so kann es an der Aktualität seiner vielleicht bedeutendsten Opern wenig Zweifel geben. In «Les Huguenots» wird wie in «Le Prophète» ein religiöser Konflikt verhandelt.
In Letzterem Fall geht es um eine Revolte im Münster der Jahre 1534 und 1535: den Aufstand des Wiedertäufers Jan van Leyden und seiner Anhänger gegen die etablierte Herrschaft. Mit fatalen Folgen: Im Moment ihres Erfolgs schlägt die Revolution in ein Unrechtssystem um, das noch gewalttätiger ist als das bekämpfte.
Im April 2017 gelang dem Essener Aalto-Musiktheater ein glänzendes Plädoyer für Meyerbeers abgründig-pessimistische Weltenbrand-Parabel (siehe OW 6/2017). Nach wie vor gehört «Le Prophète» zu den Stiefkindern der Diskografie – es gibt eine Studioproduktion mit Marilyn Horne und James McCracken und sechs Mitschnitte. Insofern kann man das nun veröffentlichte Live-Dokument aus Essen als Großtat ...
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Opernwelt April 2018
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 30
von Jürgen Kesting
Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein war «Ernani» noch vor «Nabucco» das mit Abstand meistgespielte Werk aus Verdis Frühzeit. Heute begegnet man dem 1844 entstandenen Stück jedoch nur selten auf der Bühne. Frankfurt spielte es 2017 konzertant. In Mannheim fiel Yona Kim die schwierige Aufgabe zu, die auf den ersten Blick reichlich konventionell wirkende Oper um...
Ägypten
Kairo
Cairo Opera
Tel. +20-2-736 73 14
info@cairoopera.org
www.cairoopera.org
– Turandot: 17., 18., 19., 20.
Albanien
Tirana
National Theatre of Opera and Ballet
Tel: +355 4 222 4753
biletaria.tkob@tkob.gov.al
www.tkob.gov.al
– Die Fledermaus: 1., 2.
Argentinien
Buenos Aires
Teatro Colón
Tel. +54-1-382 23 89
www.teatrocolon.org.ar
– Scarlatti, Il trionfo dell’onore:...
Auf Martin Schüler ist Verlass: Der Intendant des Staatstheaters Cottbus macht immer «Kultur für alle», bringt im letzten verbliebenen Opernhaus des Landes Brandenburg Musiktheater so auf die Bühne, dass sowohl seine Ü65-Stammgäste als auch zwangsbeglückte Schulklassen Spaß daran haben. Mögen sich andere darüber den Kopf zerbrechen, ob man in Zeiten von #MeToo Don...
