Ganz alte Schule

Offenbach: Les contes d’Hoffmann in Lüttich

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Lustig immerhin ist die kleine Dichterstube, die sich kopfüber drehen kann, so wie es wohl im Haupte Hoffmanns rundgeht. Erst klebt er noch im Bett an der Wand, dann purzelt er fortwährend in seiner Genie-Box herum – vollumfänglich hat er die Gesetze der Schwerkraft doch nicht hinter sich gelassen. Das Lied vom Klein Zack wird frisch aus dem Typoskript ge -sungen, doch die Studenten, die hier Herren in schwarzem Leder sind, lassen sich nicht besonders mitreißen.

Lieber studieren sie all die unzähligen Objekte aus Kunst, Wissenschaft und Antike, die Stefano Poda – in Personalunion als Regisseur, Bühnen-, Kostüm- und Lichtbildner (und auch noch Choreograf) – in einem weißen Riesenregal türmt: Torsi und Säulen, Masken und Pferdeköpfe und allerhand, was man gern ins Regal stellt.

So wie die Erzählungen des Hoffmann, seine drei katastrophalen Liebesgeschichten, so wie die Geschichte des Untergangs des totalen Künstlers Hoffmann als interessanter Fall. Überhaupt landen alle Objekte des Begehrens bei der zuvor schon am Münchner Gärtnerplatz gezeigten Inszenierung in Vitrinen, die Automatenfrau Olympia, das junge Mädchen Antonia, die Kurtisane Giulietta. Jessica Pratt singt sie allesamt, ...

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Opernwelt Januar 2024
Rubrik: Panorama, Seite 37
von Holger Noltze

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