Freiheit und Freiheitsliebe

Französische Perlen: Rameaus «Pygmalion» und die Ersteinspielung von Isos «Zémide»

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Ein Blick in den Werkkatalog Jean-Philippe Rameaus zeigt die enorme Vielfalt seiner Arbeiten für das Musiktheater. Neben abendfüllenden Tragédies en musique, Balletten, Divertissements und Pastoralen stehen mehrere Einakter unterschiedlichster Art. Das bekannteste und schon zu Lebzeiten des Komponisten erfolgreichste Werk dieser Art ist der Acte de ballet «Pygmalion» aus dem Jahr 1748. Die Gattungsbezeichnung ist etwas missverständlich, denn obwohl dieses Werk einige Tänze enthält, wird in ihm vor allem gesungen.

Erzählt wird die in Ovids «Metamorphosen» überlieferte Geschichte des antiken Bildhauers Pygmalion, der sich in eine von ihm selbst erschaffene Frauenstatue verliebt und diese zum Leben erweckt.

Rameau hat zu den Versen von Sylvain Ballot de Sauvot eine Musik von faszinierendem Einfallsreichtum geschrieben. Reinoud Van Mechelen singt die für Rameaus Lieblingssänger, den Haute-Contre Pierre Jélyotte, komponierte Titelpartie traumhaft sicher bis in die höchsten Lagen, klanglich fein ausdifferenziert und virtuos im anspruchsvollen Schlussgesang. Virginie Thomas findet für die zum Leben erwachte Statue genau den richtigen Ton, Ema Nikolovska als Pygmalions Frau Céphise und ...

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Opernwelt Januar 2026
Rubrik: Medien, Seite 38
von Thomas Seedorf

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