Frauenleben, Männerqualen

Tradition und Innovation: Für die Stadt sind die Operadagen in Rotterdam ein Großereignis

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Schönes Entrée: Unzählige bunte Fahnen flattern am Ausgang des Rotterdamer Hauptbahnhofs im Wind, sämtlich tragen sie die Aufschrift «Operadagen». Das Festival, das im Mai seine 14. Ausgabe feierte, ist ein Großereignis in der Stadt, die im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde und mit ihrem Mut für avantgardistische Baukonzepte als Ikone futuristischer Architektur gilt. Die Flanier- und Verkehrsachse Kruisplein, auch sie eng beflaggt, führt schnurstracks zu den beiden Hauptspielstätten – zum Konzertsaal De Doelen und zu der dahinterliegenden Schouwburg.

Guy Coolen, künstlerischer Leiter der Operadagen, ist ein Mann der ersten Stunde. Vor 16 Jahren erhielt er den Auftrag, ein innovatives, griffiges Konzept für die vor dem Krieg bedeutende Musiktheatermetropole zu entwickeln. Ursprünglich wollte sich Rotterdam – pünktlich zu Coolens Amtsantritt – ein neues Opernhaus genehmigen. Der riet jedoch zum alternativen Modell einer temporären Werkschau und fand damit Gehör bei der Kommunalpolitik: Vor zehn Jahren wurde ihm die Chefposition übertragen.

Operadagen, sagt er, sei vor allem ein Festival der Kooperationen; als Hauptpartner fungieren die Verantwortlichen von ...

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Opernwelt Juli 2019
Rubrik: Magazin, Seite 66
von Regine Müller

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