Festliche Höllenfahrt
Als die vormals Städtische Oper Berlin, nunmehr in Deutsche Oper umbenannt, vor einem halben Jahrhundert in ihr neues Haus an der Bismarckstraße einzog, war das nicht nur ein herausragendes kulturelles, sondern auch ein politisches Ereignis. Wenige Wochen zuvor war die Mauer gebaut worden, dem Westberliner Opernhaus entstand daraus eine zusätzliche Verpflichtung: «Durch die unheilvolle Zerschneidung einer Gesamtberliner Operntradition muss die Westberliner Oper den Rangbegriff ‹Berliner Staatsoper› von einst auf sich zu nehmen trachten», schrieb damals Johannes Jacobi in der «Zeit».
Die Eröffnung mit «Don Giovanni» am 24. September war geladenen Gästen aus aller Welt vorbehalten, zeitgleich wurde der Mitschnitt der Generalprobe im Fernsehen ausgestrahlt. Die Aufmerksamkeit galt zunächst aber nicht der Neuinszenierung, sondern dem Neubau selbst, dessen Architektur auch kritische Stimmen hervorrief. Jacobi sprach für viele, wenn er feststellte: «Nichts an Bornemanns Opernhaus zeugt von überwältigender Originalität».
Mit dem Einzug in der Bismarckstraße löste Gustav Rudolf Sellner den bis dahin amtierenden Carl Ebert als Intendanten ab, überließ seinem Vorgänger jedoch die Ehre, die ...
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Opernwelt November 2011
Rubrik: Medien | DVDs, Seite 29
von Ekkehard Pluta
Herr Mehta, Ihrem Namen nach entstammen Sie einer Familie, die von den Musen geküsst ist. Konnten Sie überhaupt etwas anderes werden als Künstler?
Zubin Mehta, der Cousin meines Vaters, sollte ursprünglich Arzt werden. Dann ist er Musiker geworden. Bei mir war es so, dass ich mir nie vorstellen konnte, etwas zu tun, das nichts mit Musik zu tun hatte. Ich komme aus...
Auf ihrem Debüt-Album überraschte die junge Russin Olga Peretyatko mit stimmigen Rollenporträts von Donizettis Adina bis zu Puccinis Magda. Auch Strauß‘ Adele hat sie drauf – in bestem Deutsch. Ein Sopran, der ins lyrische Fach will? Wir haben nachgefragt
Vor fünf Jahren legte Véronique Gens ihr erstes «Tragédiennes»-Recital vor, das sich mit barockem Repertoire...
ARTE
2./8./14.11. – 6.00 Uhr
Valeriy Sokolov spielt Bartók.
Film von Bruno Monsaingeon. Mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter David Zinman.
4./10.11. – 6.00 Uhr
Pierre-Laurent Aimard
spielt Liszt. Klavier-Festival Ruhr 2011.
6.11. – 11.05 Uhr
16.11. – 6.05 Uhr
22./28.11. – 6.00 Uhr
Prokofjew – Das unvollendete Tagebuch.
Dokumentation von Yosif Feyginberg.
6.11. – 19.15 Uhr
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