Es geht bergauf
Nach zwei eher schwierigen Jahren versuchen die Trierer Antikenfestspiele wieder Fuß zu fassen. Mit einem neuen, aufwändigen Raumkonzept im römischen Amphitheater und der Rückkehr zum inhaltlichen Angebot der Gründerjahre – «große Oper» als Hauptattraktion, Schauspiel als Ergänzung – konnte man verlorenes Terrain zurückerobern, trotz schwieriger Wetterbedingungen.
Nachdem Gerhard Weber, der Intendant des Stadttheaters, die Festspiele vom Gründer Heinz Lukas-Kindermann übernommen hatte, war er mit Musical-Experimenten und einer wenig glücklichen Repertoire-Auswahl auf Grund gelaufen: Zuletzt hatte das Festival nur noch halb so viele Besucher angelockt wie in guten Jahren.
Mit der Produktion von «Samson und Dalila» war es nach vielen Anläufen 2007 gelungen, endlich die Zuschauertribünen auf die Ränge des Amphitheaters zu verlegen. Zuvor hatte das Publikum aus Denkmalschutzgründen im Innenraum Platz nehmen müssen, was das optische und akustische Erlebnis erheblich einschränkte. Erstmals stand nun die komplette Innenfläche für ein monumentales Bühnenbild zur Verfügung. Aus dem benachbarten Luxemburg wurde Star-Architekt Francois Valentiny (Kleines Festspielhaus Salzburg) geholt, der ...
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Eine Gesamtauslastung von 92 Prozent mit einem Zuwachs um vier Prozent und leicht gestiegene Abonnementzahlen konnte Albrecht Puhlmann, der im vergangenen Jahr Klaus Zehelein als Intendant der Staatsoper Stuttgart beerbte, zur Halbzeit seiner ersten Saison vorweisen. Die Zahlen also stimmen. Aber stimmt auch die künstlerische Bilanz, die sich jetzt am...
Dem Regisseur Dietrich Hilsdorf ist es gelungen, sich seit mehr als zwei Jahrzehnten den Ruf eines ewig jungen Wilden zu bewahren. Opernwerke wirken auf ihn wie Festungsanlagen. Diese wollen beschossen und danach erstürmt sein. Was danach kommt, präsentiert sich unterschiedlich. Entweder wird die Festung wieder aufgebaut, oder sie wird geschliffen. Dann bleibt vom...
Frau Dessay, Sie scheinen sich Ihre Bühnenrollen überzuziehen wie eine zweite Haut. Wie sehr identifizieren Sie sich mit ihnen?
Auf der Bühne völlig. Aber sonst sind Bühne und Realität für mich zwei sehr unterschiedliche Welten.
Sie nehmen die Figur also nicht mit nach Hause?
Nein, überhaupt nicht. Im Moment, wo ich von der Bühne herunterkomme, bin ich wieder ganz...
