«Erschüttert und voller Sorge»
Es ist ein prachtvoller Bildband, den der Schott Verlag zu seinem 250. Geburtstag herausgebracht hat: eine Übersicht all der Erstausgaben, der Niederlassungen in aller Welt, vor allem aber der großen Komponisten, die man bei ihrer Arbeit begleitet und auch bezahlt hat, von Beethoven über Wagner bis Strawinsky, von Hans Werner Henze über György Ligeti bis Chaya Czernowin.
Es ist aber auch eine Familiengeschichte, nämlich die der beiden Familien Schott und Strecker, die den Verlag in diesen zweieinhalb Jahrhunderten geleitet haben und mit Peter Hanser-Strecker bis in die Gegenwart hinein leiten.
Erschienen ist der Band im Mai («Die Schott Music Group – 250 Jahre Verlagsgeschichte», hrsg. von Susanne Gilles-Kircher, Hildegard Hogen und Rainer Mohrs), begleitet von einer ebenso aufwändigen Onlinedokumentation im Netz. «Nun können wir das ganze Jahr in die Tonne treten», sagt Christiane Albiez, Mitglied der Geschäftsleitung von Schott Music. Sie sei «erschüttert und voller Sorge». Das Gespräch findet Anfang November statt, Albiez hat gerade erfahren, dass auch die in den kommenden Wochen geplanten Uraufführungen von Aribert Reimann, Pēteris Vasks und Fazil Say ausfallen oder auf ...
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Opernwelt Dezember 2020
Rubrik: Magazin, Seite 60
von Michael Stallknecht
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