Entschlackte Bilder
Der große Peter Brook ist noch einmal an die Stätte seiner einstigen Triumphe zurückgekehrt. Viele Jahre leitete er das Théâtre des Bouffes du Nord. Der entkernte hohe Bühnenraum des einstigen Amüsieretablissements entsprach Brooks Theaterästhetik, für die der «Leere Raum» einen wichtigen Beitrag zur Inszenierung darstellt. Im Mittelpunkt dieses Raumes steht der Schauspieler, der Sänger. Auf den laufen alle Linien der theatralischen Aktionen zu. Und von ihm gehen, wie in der Vektorenrechnung, die Richtungspfeile in den Raum zurück.
Zwischen Raum und Darsteller entsteht dabei ein oft fast magisches Spannungsverhältnis.
Peter Brook, inzwischen 85 Jahre alt, aber unverändert lebendig im Ausdruck seines Gesichts und seiner wachen Augen, hat in diesem Theater auch Opern inszeniert: Bizets «Carmen» oder Debussys «Pelléas et Mélisande», in verschlankten Fassungen, nur mit Klavierbegleitung. «Carmen» trat wieder in die Nähe und Härte der Mérimée-Erzählung; «Pelléas» entfaltete gleichsam exotische Farben und Formen. Das japanische Nô-Spiel lugte hervor.
Jetzt also Mozarts «Zauberflöte». In einer typischen Brook-Version: der «Leere Raum», mit rot changierenden Farben ausgemalt, alles mürbe und ...
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Opernwelt Januar 2011
Rubrik: Im Focus, Seite 14
von Gerhard Rohde
Eine Gagenhöhe kursiert, die niemand bestätigen möchte. Auch wir sind natürlich weit davon entfernt, sie als Faktum zu begreifen. Aber wenn sie nicht stimmt, so wäre sie doch gut erfunden. Denn es geht um eine Tendenz. Konkret: Im kommenden Sommer wird Anna Netrebko zusammen mit ihrem Lebensgefährten Erwin Schrott und dem Tenor Jonas Kaufmann drei Konzerte in...
ARD
1.1. – 10.00 Uhr
Neujahrsgala.
Festspielhaus Baden-Baden. SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, Asher Fisch. Solisten: Anja Harteros, Jonas Kaufmann. Arien und Duette von Verdi, Cilea, Puccini und Catalani.
ARTE
1.1. – 1.50 Uhr
Christmas in Vienna.
Weihnachtsgala aus dem Konzerthaus in Wien 2010. ORF-Symphonieorchester Wien, Wiener Singakademie und Wiener...
Das Glück ist immer woanders. Und welcher Ort würde die Ruhelosigkeit, die ständige Suche, das Unbehauste, Vorläufige besser symbolisieren als ein Flughafen? Konsequent also, dass Regisseurin Elisabeth Stöppler und Rebecca Ringst (deren Stuttgarter «Rosenkavalier»-Raum gerade zum «Bühnenbild des Jahres» gewählt wurde) in Dresden die neueste Oper von Hans Werner...
