Eine Frage der Reihenfolge
Warum ist es für Firmen interessant, Kultur zu fördern?
Zunächst muss man Kultursponsoring kurz definieren: Der Begriff wird ja oft sehr weit gefasst, wenn man dazu zum Beispiel auch Spenden oder mäzenatische Mittel zählt. Kultursponsoring ist im Gegensatz zur Spende eine Zusammenarbeit von Unternehmen und Kulturinstitutionen, in der das Unternehmen für seine finanziellen oder materiellen Leistungen an die künstlerische Einrichtung eine vorher vereinbarte Gegenleistung erhält. Ich glaube allerdings, dass diese Unterscheidung immer unwichtiger wird.
Es kommt nur darauf an, wie die Förderung vom Unternehmen kommuniziert wird: Kultursponsoring wird meist in einen größeren Kontext gehoben. Das bedeutet, Sponsoring, Spenden und andere Aktivitäten werden als Corporate Citizenship in einer einheitlichen Strategie zusammengefasst. Diese Tradition des gesellschaftlichen Engagements ist in Deutschland eine lange, wenn sie auch zunächst nicht unter diesen Begriffen bekannt war. Beste Beispiele sind deutsche Großunternehmen, die an ihren Unternehmensstandorten und für ihre Mitarbeiter schon sehr lange Kultur fördern und unterstützen, wie zum Beispiel in Leverkusen Bayer oder in Ludwigshafen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Zu den heimlichen Herrschern der Opernszene gehören sie nicht. Noch nicht? Bis vor wenigen Jahren waren Sponsoren kein wirklich großes Thema für unsere Opernhäuser. Das hat sich geändert. Die Bayerische Staatsoper zum Beispiel konnte ihre Sponsoreneinnahmen seit 2001 um das Fünffache erhöhen. Und dies ist nur ein besonders signifikantes Beispiel. Je mehr sich der...
Peter Konwitschny hat in seiner «Elektra»-Inszenierung, die zuerst in Kopenhagen Station machte (siehe OW 4/2005), das Stück als Psychodrama der internalisierten Gewalt gedeutet – eine Lesart, die sich auf Hofmannsthal berufen kann, dem bei der Niederschrift der Dichtung vorschwebte, den antiken Mythos «aus einem Gegenstand des Bildungsinteresses zu einem...
Wie schon im «Rheingold» stellt Christine Mielitz bei ihrer «Walküren»-Deutung die Abrechnung mit den Überirdischen, auf die Richard Wagner das irdische Versagen menschlicher Beziehungen und Verflechtungen projiziert, in den Mittelpunkt. Mielitz’ entlarvende Regie ist politisch und gesellschaftlich klar auf heute bezogen. Manches gelingt ihr befreiend und...
