Ein Quantum Quatsch

Donizetti: L’elisir d’amore MÜNCHEN | STAATSTHEATER AM GÄRTNERPLATZ

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Nach dieser Premiere stellt sich vor allem eine Frage: Weshalb ist Michael Balke «nur» Erster Gastdirigent am Gärtneplatzttheater? Denn was man gerade erlebt hat, in Donizettis «L’elisir d’amore», war ein Musterbeispiel für ein symbiotisches Musizieren auf höchstem Niveau. Orchester und Dirigent scheinen sich bestens zu verstehen, alles wirkt selbstverständlich und vollkommen zwingend. Balke gelingt es, jeden der 1001 Einfälle Donizettis auszuformulieren, ohne je den Gesamtzusammenhang aus dem Blick zu verlieren.

Er verfügt über einen großen musiktheatralischen Instinkt, und das Orchester macht fröhlich mit, dankt ihm mit Glanz, Drive und einem federleichten, bezaubernden Spiel. Das ist ein Topniveau, auf dem sich auch Chor und Solistenensemble bewegen.

Es geht in Donizettis lustiger Oper immer noch um Nichts, aber dieses Nichts macht hier sehr viel Spaß. Als wäre Dirk Schmeding mitgerissen von dem, was aus dem Graben kommt, inszeniert er ebenso federleicht, mit dem nötigen Quantum Quatsch, voller herrlicher Einfälle. Die Bühne von Martina Segna deutet comic-haft ein heißes Italien an: Die Sonne hängt tief und ist eine Zitronenscheibe, die Gassen sind mit Wellpappe markiert, die ...

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Opernwelt Juli 2025
Rubrik: Panorama, Seite 54
von Egbert Tholl

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