Editorial

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Bald ist es wieder so weit. Das Budapest Festival Orchestra (BFO) hat zur großen Tanz-Party auf den Heldenplatz geladen. Rund 500 Kinder aus allen Teilen Ungarns will Iván Fischer, der das Orchester 1983 gemeinsam mit Zoltán Kocsis gründete, am 3. Juni in der Hauptstadt begrüßen. Die meisten kommen aus armen Familien, aus strukturschwachen Landstrichen, die es selten oder nie ins Rampenlicht schaffen. Seit Monaten fiebern sie dem Auftritt mit den berühmten Musikern entgegen.

Hart haben sie trainiert, Woche für Woche, mit professionellen Tänzern, die das Orchester zu ihnen geschickt hatte. Denn was sich Bertalan Vári, der koordinierende Choreograf, für das Ereignis unter freiem Himmel ausgedacht hat, ist mehr als Ringelpiez mit Anfassen: Schließlich geht es um «Jeu de cartes», jene Ballettmusik, die Igor Strawinsky 1937 für George Balanchine und das American Ballet in New York komponierte.

«Dancing on the Square» ist nicht das einzige Projekt, mit dem das Orchester auch jenseits seiner Konzertreihen im Müvészetek Palotája (Palast der Künste) Zeichen setzt. Regelmäßig schwärmen die Musiker des BFO aus, um gratis in Kinder- und Altersheimen, in alten Kirchen oder verlassenen, dem ...

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Opernwelt Juni 2016
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Wiebke Roloff & Albrecht Thiemann

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