Editorial

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Vor zehn Jahren erschien die erste «Opernwelt»-CD. Die Reihe, die seitdem entstanden ist, kann sich sehen und vor allem hören lassen. Immer standen Sängerinnen und Sänger im Mittelpunkt, die von der Plattenindustrie kaum oder einseitig wahrgenommen wurden. Immer haben wir Konzepte mit den Künstlern gemeinsam entwickelt, dabei nicht selten auf verborgene Schätze aus deren Privatarchiven bauend. Immer erschienen die Aufnahmen exklusiv für «Opernwelt»-Leser auf CD.

Viele rare Dokumente einer Sängergeneration, die gerade abtritt, wurden dabei erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im letzten Jahr konnten wir Melitta Muszely und Sandor Konya im «Freischütz» präsentieren. Vorher war Anja Silja unsere Isolde; Martha Mödl sang Carmen und Schönberg. Julia Varady war in frühen Aufnahmen als Liedersängerin zu hören. Jean Cox erschien als Siegfried auf einem Bayreuth-Mitschnitt, den Wolfgang Wagner eigens für «Opernwelt» freigegeben hatte. Die lange Karriere der Anny Schlemm war durch viele Fächer und Genres zu verfolgen. Hinter solchen Projekten steckt viel Energie, Arbeit – und Freude. Denn es geht dabei letztlich um die lebendige Geschichte des ­Gesangs. Zum Jubiläum ...

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Opernwelt November 2007
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Stephan Mösch

Vergriffen
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