Durchblick
Handwerk ist das eine. Aber ein wirklich gutes Theaterfoto zeichnet etwas anderes aus. «Es muss den Atem, die Seele einer Produktion einfangen», sagt Monika Rittershaus. «Und zwar so, dass noch ein Geheimnis bleibt.» Das gelinge nicht immer, auch bei den eigenen Bildern nicht. «Es klingt vielleicht etwas hochgegriffen, aber das Tollste ist, wenn ich es schaffe, das zu zeigen, was für mich gemeint ist – ein Bild, das nicht einfach dokumentiert, sondern etwas öffnet für den Betrachter.
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Monika Rittershaus ist freischaffende Opern- und Theaterfotografin, sie lebt in Berlin und gehört zu den erfolgreichsten, gefragtesten Vertreterinnen der Zunft. Auf die Frage nach einem Lieblingsmotiv aus dem eigenen Portfolio fällt ihr eines aus dem jüngsten Schaffen ein: eine Szene aus Verdis «Macbeth» am Zürcher Opernhaus Anfang April 2016, inszeniert von Barrie Kosky, ausgestattet von Klaus Grünberg (Bühne/Licht) und Klaus Bruns (Kostüme). «Eine der besten Produktionen überhaupt für mich», schwärmt Rittershaus. «Fast alles ist auf die beiden Hauptdarsteller konzentriert, auf Licht und Dunkelheit. Es gibt da eine abgründige Kraft, die aus der inneren Schwäche dieser Menschen ...
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Tschaikowsky selbst vergoss nach eigenem Bekenntnis Tränen, als er Puschkins unglücklich liebende Spielernatur Hermann in den sicheren Untergang begleitete, und seine Erschütterung spiegelt sich in der Musik, die sich durchgehend in einem Bereich zwischen Herzflimmern und Herzrasen bewegt. Da kündigt sich schon der Komponist der «Pathétique» an. Im Ulmer...
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Hat man es als Vater und Sohn leichter in der Branche als etwa singende Ehepaare – bei denen mancher lästert, da werde doch nur die «Knochenbeilage» mit engagiert?
Christoph Prégardien: Ähnlichkeiten gibt es schon. Anfangs ist man Julian skeptisch begegnet, nach dem Motto «Prégardien? Der nutzt doch nur den Namen aus.» Inzwischen hat sich der Wind ein bisschen...
