Die Kunst des Dialogs
Wir stehen wieder im Stau, diesmal auf der A59 mitten durch Duisburg. Seltsam, wie gleißend die Sonne noch im September sein kann. Der Binnenhafen mit seinen Lagerhallen und Fahrkränen liegt unter einer weißen Dunstglocke, hinter uns der Ort der Katastrophe bei der Loveparade von 2010, bei der 21 Menschen starben und Hunderte verletzt wurden, ein tragischer Schnitt durch die Geschichte der Stadt am Rhein.
Und gleich taucht am Kreuz Duisburg eine weitere historische Erinnerung auf, in Gestalt von zwei hoch aufragenden Skulpturen, die über die kriechende Blechlawine hinweggrüßen: die Doppelplastik «Begegnungen» von 1964, mit der hier, tief im Westen, an die deutsche Teilung gemahnt wird.
Immer wieder begegnet man im Ruhrgebiet solchen Zeichen des Gewesenen, die in die harte Realität hineingepflanzt sind, ihr historische Tiefe und Perspektive geben. Und deshalb ist es sinnvoll, das größte Kunst- und Theaterfestival der Re-gion, die Ruhrtriennale, nicht in neuen, piekfeinen Kulturtempeln stattfinden zu lassen, sondern an Orten, wo einst Schweiß und Schmutz die Körper schwer arbeitender Werktätiger bedeckten. «Wer das Ruhrgebiet nicht kennt, kennt Deutschland nicht wirklich», sagt ...
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Opernwelt November 2021
Rubrik: Im Focus, Seite 6
von Michael Struck-Schloen
Nach einer durch Corona stark verkürzten Saison 2020 kehrte das Rossini Opera Festival in diesem Jahr zur Normalität zurück, wiewohl mit eingeschränkter Platzkapazität (50 Prozent), Maskenpflicht und einem ordnungsgemäß kontrollierten «Green Pass». In der Vitrifrigo-Arena wurden «Moïse et Pharaon» und «Elisabetta, regina d’Inghilterra» gezeigt, im Teatro Rossini,...
alpha
07.11. – 21:45 Uhr
Simon Rattle dirigiert Messiaen
14.11. – 21:45 Uhr
Simon Rattle dirigiert Purcell und Haas
21.11. – 21:45 Uhr
Mariss Jansons dirigiert Schostakowitsch
Symphonie Nr. 10
28.11. – 21:45 Uhr
Mariss Jansons dirigiert Beethoven
Symphonie Nr. 5
arte
02.11 – 05:00 Uhr
Mariss Jansons dirigiert ein Galakonzert in Sankt Petersburg
Auf dem Programm:...
Es hätte ein rauschendes Jubiläumsfest werden können: Am 4. Dezember 2020 kam exakt ein Jahrhundert nach der Kölner Uraufführung durch Otto Klemperer (eine zeitgleiche Premiere fand in Hamburg unter Egon Pollak statt) Erich Wolfgang Korngolds Oper «Die tote Stadt» im Kölner Staatenhaus heraus. Aber der Zuschauersaal blieb damals auf behördliche Anordnung ebenso tot...
