Der mit dem Teufel Tarantella tanzt

Lehár: Paganini am Theater Linz

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Die Dämonen sind da. Oben und unten. Oben, von den Rängen, erschallen aus verborgenen Lautsprechern die (sechs) Stimmen derjenigen, deren einziges Ziel es ist, wilde Spekulationen zu verbreiten, und ihn, den Virtuosen, an den Pranger zu stellen.

Unten, aus den Lamellen zur Linken wie zur Rechten sowie von der Hinterbühne, fliegen Tänzerinnen und Tänzer als seine Alter Egos auf die antikisierende (und je nach Situation den Umständen durch Drehungen und Requisiten angepasste) Szenerie, wie Fledermäuse in der Nacht, und umschwirren das Subjekt ihrer Begierde, das schon lange kein Virtuose mehr ist, sondern ein alter Mann, der, von leiser Verbitterung angefasst, feststellen muss, dass nicht alles, was glänzte, gülden war, und nicht jede Geschichte, die man sich über ihn erzählte, den Tatsachen entsprach. Das alles vermag ihn aber kaum zu trösten, denn auch ein Teufelsgeiger weiß, dass Gott ihn irgendwann zu sich rufen wird. Und so steht er nun da auf der im trüben Halbdunkel liegenden Bühne des Landestheaters Linz, der in die Jahre gekommene Verführer (Alfred Rauch), und sinniert mit rauchiger Stimme über (s)ein Leben, das viel zu schnell dem Ende ent -gegengeht.

Als Franz Lehár sich ...

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Opernwelt Dezember 2024
Rubrik: Panorama, Seite 39
von Jürgen Otten

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