Bergsturz
Antoine ist düster. Ahnt der junge Mann etwas? Gemeinsam mit anderen Bauern und mit den Tieren ist er vom heimat -lichen Dorf zur Sömmerung auf die Alpe Derborence gestiegen. Bald legt er sich auf seinem Strohsack in der einfachen Hütte schlafen – da geschieht es: Es donnert ein Felssturz auf die Alpe herab und begräbt alles Lebendige unter Steinmassen. Ein Einziger überlebt: Es ist Antoine, der sich mit Geschick und Hartnäckigkeit aus seinem Verlies befreit und, wie weiland Siegfried, geleitet von einem Vögelchen ins Dorf hinuntereilt.
Dort wird er nicht eben freundlich empfangen; die Dorfgemeinschaft hält ihn für einen Wiedergänger. Thérèse aber, ihm frisch angetraut und in Erwartung, erkennt ihren Mann und folgt ihm in ein neues Leben, wo immer sich das abspiele.
Erzählt wurde diese Geschichte 1934 von dem viel zu wenig geschätzten Schriftsteller Charles Ferdinand Ramuz aus der französischen Schweiz. Kein Wunder, dass der sehr persönliche Roman Daniel Andres in Bann geschlagen hat. 1937 in Biel geboren und dort verwurzelt, ist Andres Komponist, überdies jedoch ein auf denkbar unterschiedlichen Ebenen aktiver Künstler. Neben dem Komponieren wirkt er als Dirigent und Organist; er ...
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Opernwelt Dezember 2024
Rubrik: Panorama, Seite 33
von Peter Hagmann
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