Charmant verschroben

Richard Ayres «Peter Pan» fliegt durch Berlins Komische Oper

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Die Effekte sind schon ziemlich spektakulär: Dass Peter Pan und seine Londoner Freunde über die Bühne fliegen, wird natürlich erwartet. Aber der Junge, der niemals erwachsen werden will, kann auch Wände hochlaufen, und in Jason Southgates puppenstubigem Bühnenbild gibt es eine Eisenbahn-Strecke, über die nicht nur altmodische U-Bahn-Waggons ruckeln, sondern auch die Schreibtische der Angestellten von Vater Darling, die Riesenbauklötze der Nimmerland-Jungsbande oder eine Haifischflosse auf Rädern.

Die Fee Tinker Bell ist dagegen ausschließlich als Projektion präsent – was ihr die angemessene magische Aura bewahrt.

Seit mehr als zehn Jahren ist man an der Komischen Oper stolz darauf, Musiktheater für die ganze Familie nicht nur auf Nebenschauplätzen, sondern im großen Saal anzubieten. Mit vollem Orchester, Solisten des Hauses sowie dem von Dagmar Fiebach formidabel betreuten Kinderchor. Prächtige Kostüme hat Nicky Shaw entworfen, kunterbunt für die Piraten, historisch-viktorianisch für die Londoner Bürgergesellschaft. Very British wirkt die ganze Optik, charmant verschroben und geistreich anspielungsvoll. In der Tat handelt es sich bei Keith Warners Inszenierung um ...

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Opernwelt Januar 2017
Rubrik: Magazin, Seite 74
von Frederik Hanssen

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