Brillantes Comeback

Rossini: Il barbiere di Siviglia
NEW YORK | TEATRO NUOVO | LINCOLN CENTER, DAMROSCH PARK

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Es war ein durch und durch imposantes Bild: Sichtlich bewegt, dabei auf Social Distancing bedacht, hatten sich Hunderte von New Yorker Musikliebhabern rund um die Open-Air-Bühne des Lincoln Center im Damrosch Park versammelt, um die erste Opernaufführung überhaupt seit dem Lockdown im März 2020 mitzuerleben.

Das grüne Areal – benannt ist es nach Leopold Damrosch, dem (in Preußen geborenen) zweiten Intendanten und Musikdirektor der Metropolitan Opera – liegt südlich der Met, die, obschon einige gesundheitstechnische und arbeitsrechtliche Fragen nach wie vor offen sind, im September offiziell wiedereröffnet werden soll.

Rossinis «Il barbiere di Siviglia» allerdings war keine Met-Produktion, sondern wurde vom Teatro Nuovo präsentiert. Nach 20 Jahren als Opernchef des Caramoor Festivals hatte der Dirigent und Musikologe Will Crutchfield die Kompanie 2017 mit dem Ziel gegründet, vor allem junge amerikanische Sängerinnen und Sänger in die Geheimnisse des Belcanto-Gesangs einzuweihen und sie überdies mit den musikwissenschaftlich relevanten Finessen der Bühnenwerke dieser Zeit vertraut zu machen. Vor dem «Barbiere» hatte das Teatro Nuovo bereits die Rossini-Opern «Tancredi» und «La gazza ...

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Opernwelt September/Oktober 2021
Rubrik: Panorama, Seite 66
von David Shengold

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