Apropos... Operette

Ein Wettkampf unter Bierbrauern im hohen Norden. Dazu Liebesweh, eine dicke Portion Kalauer («Der Flens ist da») und unzählige Anspielungen auf Wagner, Strauss oder Rockmusik – das ist die Operette «Hopfen und Malz». Verzapft hat sie DANIEL BEHLE, im Hauptberuf Tenor. Ein Fachwechsel ist es gleichwohl nicht, schließlich hat der gebürtige Hamburger Komposition studiert

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Herr Behle, gibt es schon Aufführungspläne?
Ich habe Heribert Germeshausen, den Dortmunder Intendanten, total zugequatscht. Zu den für mich interessanten Häusern zählt auch das Gärtnerplatztheater, mit Intendant Josef Köpplinger habe ich den «Evangelimann» an der Wiener Volksoper gemacht. Das Gasthaus aus diesem Stück hatte ich für meine Operette ständig im Kopf. Es gibt auch Kontakte zur Volksoper und Komischen Oper Berlin.

Welche Rolle spielt Ihr Librettist, der Schweizer Schriftsteller Alain Claude Sulzer? Stammt ein Großteil des Textes von ihm? Oder musste er Ihre Ideen nur ordnen und kanalisieren?
Er ist ein sehr belesener Literat mit einem etwas trockenen Humor. Ich bin eher der hektische Typ und Kalauer-Heini. Das hat sich sehr gut ergänzt. Die Synopsis habe ich mit meiner Frau verfasst. Ich hatte anfangs viel zu viele Ideen. Das Rückgrat des Stücks, das Konstrukt muss ja stehen. Du kannst so viele Kalauer machen, wie du willst. Aber wenn du aus dem Stück rausgehst und hast keine tiefgreifende Message mitbekommen, dann ist selbst der flockigste Abend ein bisschen flau.

Und die Message wäre?
Ich mache mich über Wettbewerbe, Kleinbürgerlichkeit und Ehrgeiz lustig. Eigentlich ...

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Opernwelt Dezember 2020
Rubrik: Magazin, Seite 63
von Markus Thiel

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