Animierend zurückgelockt

Franziska Heinzen und Benjamin Mead erkunden das Liedschaffen von 24 Komponistinnen

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Komponistinnen sind zwar im kulturellen Klima der Diversität «angesagt», ihre Werke führen im Konzertsaal und auf den Opernbühnen aber nach wie vor ein Schattendasein. Rühmliche Ausnahmen: das Stadttheater Bremerhaven, das in dieser Spielzeit schwerpunktmäßig Werke von Frauen aufs Programm gesetzt hat, und das Staatstheater Darmstadt, das eine ganze Liederabend-Reihe ausschließlich Komponistinnen widmet. Wer ansonsten auf Entdeckungsstreifzügen fündig werden will, ist auf das Engagement der Phono-Industrie oder die Streamingdienste im Internet angewiesen.

Das junge Lied-Duo Franziska Heinzen/ Benjamin Mead, das im vergangenen Jahr mit einem der französischen Komponistengruppe «Les Six» gewidmeten Programm sein glänzendes Debütalbum vorlegte (siehe OW 6/2021), präsentiert jetzt auf seiner zweiten CD mit 24 Liedern von 24 Komponistinnen einen Querschnitt durch 200 Jahre weiblichen Komponierens. Wenige Namen wie Clara Schumann, Alma Mahler oder Cécile Chaminade sind bekannt, deutsche, englische und französische Komponistinnen gleichermaßen vertreten – als älteste die 1805 geborene Fanny Hensel, als jüngste die gerade 40-jährige Britin Charlotte Bray – und jedes der exemplarisch ...

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Opernwelt April 2022
Rubrik: Hören, sehen, lesen, Seite 33
von Uwe Schweikert

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