Alle Kraft für Peter
Prokofjews «Peter und der Wolf» (1936) zählt zu den Klassikern eines für Kinder konzipierten Hörtheaters. Die Geschichte des kleinen Jungen, der sich über die Gebote des Großvaters hinwegsetzt, den schützenden Hof verlässt, um mit seinen Tierfreunden die gefährliche Welt draußen zu erkunden, liegt in unzähligen Audio- und Filmversionen vor. Namhafte Dirigenten und Orchester nahmen sich der Partitur an, Prominente von Romy Schneider über Peter Ustinov bis zu David Bowie schlüpften in die Rolle des Erzählers. Die Popularität des Stücks scheint ungebrochen.
Kommt es angesichts solcher Konkurrenz also einem Himmelfahrtskommando gleich, den Stoff abermals aufzubereiten? Zumal für einen knapp halbstündigen Animationsfilm, dessen Produktion sage und schreibe fünf Jahre dauerte und eine Crew von mehr als zweihundert Mitarbeitern beschäftigte?
Ob die in Regie der britischen Trickspezialistin Suzie Templeton realisierte jüngste Adaption ihre Herstellungskosten einspielt, bleibt einstweilen dahin gestellt. Cinematografisch jedoch ist der in England vorbereitete und zwischen August 2005 und September 2006 in Polen «gedrehte» Film «Peter & der Wolf» ein Meisterwerk. Allein die Entscheidung, ...
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Rund hundert Jahre nach seiner Uraufführung taucht Eugen d’Alberts «Tiefland» wieder häufiger in den Spielplänen auf. In Zürich startete Matthias Hartmann unlängst eine Reise in virtuelle Klon-Welten (siehe OW 8/2006), in Frankfurt wanderte Anselm Weber nun in reelle Niederungen der Gegenwart.
Die schwierigen Seiten dieses Werks haben den Chef des Essener...
In seinen zwei Jahre vor seinem Tod veröffentlichten Memoiren kommt Giovanni Pacini (1796-1871) auf den bestimmenden Einfluss Gioacchino Rossinis zu sprechen und macht sich mit einem Stoßseufzer Luft: «Alle folgten dem großen Stern, aber guter Gott! Was sollte man tun, wenn man sonst keine Möglichkeit hatte, sich über Wasser zu halten!»
Siebzig Opern hat der aus...
Keine Szene für Klaustrophobe. Überall drückt diverses Inventar. Die Kajüte bietet keinen wirklichen Freiraum. Waschbecken, Sessel, Koffer und Kisten. Im Hintergrund, zunächst ein wenig versteckt, steht eine durchsichtige Konserve. Darin, blutverschmiert, ein Kopf: Morold, Isoldes erschlagener Ex-Bräutigam. Ein Souvenir, ein seelischer Anker dieser Kopf. Isolde...
