Agent der Oper

Ein Symposiumsband erhellt Leben und Werk von Agostino Steffani

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Als Krimi-Autorin Donna Leon und Mezzo-Star Cecilia Bartoli vor einigen Jahren den italienischen Komponisten Agostino Steffani aus dem vermeintlichen Schatten der Geschichte holten, konnten sich die Steffani-Experten in Hannover gelassen zurücklehnen. Hier hatte der Cembalist und Hochschullehrer Lajos Rovatkay schon 1981 die «Capella Agostino Steffani» gegründet, hier wurde zum 300. Jubiläum der Oper 1989 Steffanis  «(H)enrico Leone» wiederbelebt, mit der einst das Haus eröffnet worden war – in einer geistreichen, ironisch gebrochenen Inszenierung von Herbert Wernicke.

Seit einiger Zeit ist die Leine-Metropole auch Sitz des «Forum Agostino Steffani», das sich der Erforschung und tätlichen Wiederbelebung der Werke dieses Komponisten widmet. So war es naheliegend, dass an gleicher Stelle 2014 ein weitgefächertes Symposium stattfand; dessen Ergebnisse liegen jetzt in Buchform vor.

Spannend genug ist das Leben eines Mannes, der Komponist, Diplomat (womöglich sogar Spion?) und katholischer Titularbischof war. Ein Agent der Oper, aber kein Opernagent. Nicht ganz so spannend ist zum Teil, was die Koryphäen dazu vermelden. Vieles mutet sehr speziell an, so etwa der Themenblock «Steffani ...

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Opernwelt Juli 2018
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 27
von Rainer Wagner

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