Abgesang
Als Albrecht Puhlmann im Herbst 2003 zum Intendanten der Staatsoper Stuttgart berufen wurde, herrschte allseits Zufriedenheit. Man glaubte, in dem Dramaturgen und Opernchef (Basel, dann Hannover) einen idealen Nachfolger für Klaus Zehelein, den erfolgreichen Vordenker eines konzeptionellen Musiktheaters, gefunden zu haben. Das vorzeitige, bittere Ende für Puhlmann kam am 6.
Juli 2009: Da beschloss der paritätisch aus Politikern und Amtsträgern der Stadt wie des Landes besetzte Verwaltungsrat der Württembergischen Staatstheater einstimmig, seinen Vertrag nicht über 2011 hinaus zu verlängern. «Managementfehler» warf man Puhlmann vor. Das klang im Juni 2008 noch anders, als die kulturpolitisch in der Landeshauptstadt federführende CDU zum Gespräch mit dem Intendanten geladen hatte. Vier Wünsche waren es, die man ihm am Ende des Abends mit auf den Weg gab: dass die Stuttgarter Oper nicht zu einer «Houston-Oper» wird, dass sie wieder «Oper des Jahres» wird, dass sie die Jugend erreicht und dass sie das Herz erreicht. Puhlmann – das Fazit ist auf der Homepage der CDU nachzulesen – «präsentierte sich als der Mann, bei dem alle vier Wünsche erfüllbar erschienen».
Puhlmann hatte ein schweres ...
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