Zwischen Himmel und Hölle

Händels römisches Oratorium «La Resurrezione» in einer fabelhaften Aufnahme der Hallenser Festspiele

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Der Salone al Piano Mobile im Palazzo Bonelli zu Rom knisterte förmlich vor Spannung an diesem Ostersonntag des Jahres 1708. Und das hatte einen guten Grund: Zur Uraufführung gelangte ein Oratorium des studienhalber in der Stadt am Tiber weilenden Hallensischen Komponisten Georg Friedrich Händel. Marchese Francesco Maria Ruspoli, der Hausherr, hatte ihm eigens den Auftrag zu dem Opus erteilt, welches Händel nun vom Cembalo aus dirigierte, vor sich ein üppig besetztes Orchester mit Arcangelo Corelli an der Spitze.

Doch nicht allein diese Kombination sorgte für entzündlichen Gesprächsstoff; es war vor allem die Tatsache, dass die berühmte Primadonna Margherita Durastanti die Rolle der Maria Magdalena sang – ein eindeutiges Sakrileg, war es doch Frauen in der Ewigen Stadt verboten, an öffentlichen Aufführungen geistlicher Werke teilzunehmen. Alte Zeiten, schlechte Zeiten. Für den Komponisten wurde es ein großer Erfolg. Und das mit einigem Recht. «La Resurrezione» – das gedruckt vorliegende Textbuch hatte Carlo Sigismondo Capece nach einem Vers aus dem Matthäus-Evangelium sowie aus Teilen der Offenbarung des Johannes und dem Alten Testament geschrieben, die Berichte von der ...

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Opernwelt Juli 2025
Rubrik: Medien, Seite 34
von Jan Verheyen

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