Zwischen den Zeiten
Am Anfang die Gewissheit. Es wird kein gutes Ende geben. Schon während der Ouvertüre, noch bevor der erste Ton gesungen ist, steht Marie vor dem abgetrennten Kopf ihres Geliebten Cinq-Mars. Doch das ist die Zukunft im Jahre 1642. Das unausweichliche Ende des Stücks. Die Liebe wird zum Opfer der Macht.
Charles Gounods «Der Rebell des Königs», uraufgeführt 1877 in Paris, erzählt die Geschichte des jungen Emporkömmlings Cinq-Mars am Hofe Louis XIII. Seine Intrige gegen den einflussreichen Kardinal Richelieu schlägt fehl, er selbst gerät unter die Räder.
Die Oper basiert auf einer wahren Begebenheit, welche wiederum Alfred de Vigny als Vorlage für seinen Roman «Cinq-Mars» nutzte. In Leipzig war sie nun zum ersten Mal seit 140 Jahren auf der Bühne zu erleben. Verantwortlich für die lohnende Wiederentdeckung zeichneten Intendant Ulf Schirmer und die Stiftung «Palazzetto Bru Zane – Centre de Musique romantique francaise».
Die Musik mit ihrem romantisch-satten Klang zieht in die Handlung hinein, unterstützt sie und funktioniert dank des wunderbaren Gewandhausorchesters unter David Reiland im Grunde allein; mal schwelgerisch, mal dräuend, mal klagend. Auch die Gesangsnummern lassen nichts ...
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Opernwelt Juli 2017
Rubrik: Panorama, Seite 42
von Nora Sophie Kienast
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Renata war acht...
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