Zum Tanzen zu schade
Man kommt schwer an ihm vorbei – selbst wenn man es will. Die Popularität von Johann Strauß (Sohn) ist auch 200 Jahre nach seiner Geburt gewaltig. Den so einfachen, aufsteigenden, in breitem Rubato zu spielenden D-Dur-Dreiklang seines berühmtesten Walzers «An der schönen blauen Donau» kennen vermutlich auch jene, die ihn nicht direkt einem Komponisten zuordnen können. Geschweige denn, dass sie wüssten, dass es eine ganze Familie war, die im Wien des 19.
Jahrhunderts ein sich neu etablierendes Gewerbe dominierte: das Musik-Business; dass der Vater des berühmten Johann den gleichen Vornamen hatte; dass dessen berühmtestes Werk, der «Radetzky-Marsch», alljährlich das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker beschließt, und zwar nach dem Donauwalzer. Und dass Johann, der Sohn, noch zwei Brüder hatte: den ungemein begabten Josef, der mit seinen «Delirien» und «Sphärenklängen» ganze Walzer-Symphonien schrieb; und den feschen Eduard, der in geistiger Umnachtung 1907, neun Jahre vor seinem Tod, das gesamte Notenarchiv der Strauß-Kapelle verbrennen ließ – ein ungeheurer Schaden, gerade im Hinblick auf den Verlust der zahlreichen Autographe.
Um den Wiener Strauß-Clan ranken sich unzählige ...
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Opernwelt Jahrbuch 2025
Rubrik: Johann Strauß, Seite 80
von Alexander Dick
Herr Homoki, Sie waren jetzt 13 Jahre Intendant am Opernhaus Zürich. Träumen Sie schon auf Schwyzerdütsch?
Dafür reichen 13 Jahre leider nicht aus, obwohl wir kurz vor unserer Einbürgerung stehen. Wir fühlten uns hier von Anfang an sehr wohl. Meine Frau und ich schwimmen bis in den Frühherbst fast täglich im Zürichsee, und die Menschen haben eine besondere...
Musik: Atem der Statuen. Vielleicht:
Stille der Bilder. Du Sprache wo Sprachen
enden. Du Zeit, die senkrecht steht auf der Richtung vergehender Herzen.
Gefühle zu wem? O du der Gefühle
Wandlung in was? –:
in hörbare Landschaft.
Du Fremde: Musik. Du uns entwachsener
Herzraum. Innigstes unser,
das, uns übersteigend, hinausdrängt, –
heiliger Abschied:
da uns das...
Silvia Adler
DARMSTADT
Opernwelt
1. Die Oper Frankfurt
2. Nicholas Brownlee; Jana Baumeister; Alyona Rostovskaya
3. Nadja Loschky mit ihrer Inszenierung von Alban Bergs «Lulu» an der Oper Frankfurt, die kompromisslos in menschliche Abgründe leuchtet und gleichzeitig Bilder von irisierender Schönheit hervorbringt
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